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Mansur Yavaş zur syrischen Flüchtlingsfrage: 'Wir helfen denen, die gehen wollen'

Der Bürgermeister der Stadt Ankara, Mansur Yavaş, äußerte sich zur Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihre Heimat. Yavaş erklärte: „Wir unterstützen diejenigen, die gehen möchten“, und betonte, dass die demografische Struktur der Türkei gefährdet sei. Zudem kritisierte er die Anweisungen von Präsident Erdoğan bezüglich der Schulden von Kommunen und sagte: „Die Kommunen zahlen ihre Schulden, aber es muss gerecht zugehen.“

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Mansur Yavaş zur syrischen Flüchtlingsfrage: 'Wir helfen denen, die gehen wollen'

Der Bürgermeister von Ankara, Mansur Yavaş, nahm am UNESCO-Treffen teil, das von der Union der Historischen Städte in Ankara organisiert wurde, und beantwortete anschließend Fragen von Journalisten zur aktuellen politischen Lage. Zur Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihre Heimat sagte Yavaş: „Wir unterstützen diejenigen, die gehen möchten.“

'VORHER HAT MAN NIEMANDEN 'GESCHÜTTELT''

Auf die Frage nach der Anweisung von Präsident Erdoğan an den Minister für Arbeit und soziale Sicherheit, Vedat Işıkhan, die CHP-geführten Kommunen bezüglich ihrer Schulden bei der Sozialversicherungsanstalt (SGK) „ein wenig zu schütteln“, sagte Mansur Yavaş:

„In meiner ersten Pressekonferenz zu diesem Thema hatte ich bereits gesagt, dass die Schulden der Kommunen lediglich 9 Prozent der Gesamtforderungen ausmachen. Das heißt, 9 Prozent der SGK-Forderungen entfallen auf die Kommunen. Davon entfällt die Hälfte auf AK-Partei-geführte Kommunen und die andere Hälfte auf CHP-geführte Kommunen. Zum Beispiel belaufen sich die Schulden der Kommunen in Ankara, die von der AK-Partei und MHP an die CHP übergegangen sind, auf insgesamt 2 Milliarden Lira. Zuvor hat man niemanden 'geschüttelt'. Man hat ihnen erlaubt, auf diese Weise Schulden anzuhäufen. Aber jetzt, wo sich der nationale Wille auf diese Weise manifestiert hat, sehen wir, dass dies immer noch nicht verdaut werden konnte. Wir sind bereit, unsere Schulden zu begleichen. Wir kennen auch die Situation von früher. Ich hatte dies dieses Jahr auch dem Präsidenten vorgetragen.

'EIGENTLICH WOLLEN SIE DAS VOLK 'SCHÜTTELN''

Die SGK hat Forderungen in Höhe von ungefähr 1 Billion Lira. 10 Prozent davon entfallen auf die Kommunen, aber von wem stammen die restlichen 90 Prozent? Gemäß einem Gesetz aus dem Jahr 2006 müssen diese Forderungen alle sechs Monate offengelegt werden. Von welchen Arbeitgebern treiben sie ihre Forderungen nicht ein? Welche Arbeitgeber dürfen ihre Schulden stunden? Warum schütteln sie diese nicht? Wenn sie die Kommunen schütteln, dann deshalb, weil sie – da die Kommunen Einrichtungen sind, die direkt mit der Bevölkerung in Kontakt stehen – eigentlich das Volk 'schütteln' wollen. Bei uns passiert nichts. Wir zahlen unsere Schulden, aber man muss fair bleiben. Ich überlasse das Urteil nun der Bevölkerung von Ankara.“

'ES GIBT KEIN HINDERNIS MEHR FÜR IHRE RÜCKKEHR'

Bezüglich der Berichte, dass syrische Flüchtlinge nach dem Sturz des Assad-Regimes in ihre Heimat zurückkehren, sagte Yavaş: „Soweit wir sehen können, gibt es noch keine massenhafte Rückkehr, aber wir alle unterstützen und helfen natürlich denjenigen, die gehen wollen. Denn die Demografie unseres Landes ist gefährdet. Bisher gab es immer das Argument: 'Wenn sie zurückgehen, erwartet sie Assads Unterdrückung'. Da es nun keine Unterdrückung durch Assad mehr gibt, steht ihrer Rückkehr nichts mehr im Wege“, so Yavaş.



Nachrichtenquelle: 12punto

Mansur Yavaş Syrien