Minister Bayraktar äußert sich zu Seltenen Erden: Wurden sie an die USA verkauft?
Energieminister Alparslan Bayraktar hat auf die Behauptungen reagiert, wonach Seltene Erden an die USA verkauft worden seien.
Der Minister für Energie und Natürliche Ressourcen, Alparslan Bayraktar, hat die Behauptungen bezüglich eines Verkaufs von Seltenen Erden (SE) an die USA klargestellt. In seiner Stellungnahme zu diesem Thema betonte Bayraktar, dass sich das Abkommen mit den USA ausschließlich auf Kernenergie beziehe und ein Verkauf von Seltenen Erden nicht zur Debatte stehe.
"KEIN VERKAUF VON SELTENEN ERDEN ERFOLGT"
In einer Fernsehsendung erklärte Bayraktar: „Die Behauptung, dass Seltene Erden an die USA verkauft wurden, ist nicht wahr. Unser Abkommen mit Amerika betraf die Kernenergie. Hätte es einen Verkauf von Seltenen Erden gegeben, hätten sowohl wir als auch sie dies bekannt gegeben.“
BEYLİKOVA-FELD BESITZT ZWEITGRÖSSTE RESERVE DER WELT
Bayraktar betonte, dass das Feld für Seltene Erden in Beylikova, Eskişehir, die zweitgrößte Reserve weltweit darstelle. Er gab an, dass in diesem Feld, das in den 1990er Jahren an Eti Maden übergeben wurde, 125 Kilometer an Bohrungen durchgeführt wurden, und kündigte an, dass nach der 2020 errichteten Pilotanlage die industrielle Anlage bis 2025 in Betrieb genommen werde.
NEUE SCHRITTE FÜR DIE INDUSTRIEANLAGE
Bayraktar erklärte, dass das Feld für Seltene Erden in Beylikova vollständig staatlich betrieben werde: „Unser Ziel ist es, im nächsten Jahr den Grundstein für die Anlage zu legen und diese innerhalb von zwei Jahren in Betrieb zu nehmen.“ Minister Bayraktar fügte hinzu, dass die Reinheitsrate bei der Verarbeitung der Seltenen Erden bereits 92-93 Prozent erreicht habe und man plane, diese Rate weiter zu steigern.
INVESTITIONEN IN REINIGUNGSTECHNOLOGIE
Bayraktar wies darauf hin, dass man bei der Reinigung von Seltenen Erden mit Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammenarbeite, und gab bekannt, dass man Gespräche über Technologietransfer mit China, Kanada, Europa und Australien führe.
"BEYLİKOVA BLEIBT UNTER STAATLICHER KONTROLLE"
Bayraktar reagierte auch auf die Behauptungen, dass das Feld für Seltene Erden in Beylikova an den Privatsektor übergeben werde. Er sagte: „Eti Maden gehört bereits zu 100 Prozent dem Staat. Laut Gesetz werden Minen, die Uran oder Thorium enthalten, staatlich betrieben. Daher wird auch Beylikova unter der Kontrolle des Staates bleiben.“
24 BOHRUNGEN IN DİYARBAKIR GEPLANT
Minister Bayraktar kündigte an, dass man in Diyarbakır an vier Standorten 24 Bohrungen plane und die Arbeiten zur Erdgasförderung in Thrakien mit ähnlichen Methoden fortsetze.
LNG-BEZUG AUS DEN USA UND PREISPOLITIK
Bayraktar äußerte sich auch zu der Kritik an den LNG-Preisen aus den USA: „Das LNG, das wir aus den USA beziehen, ist nach dem turkmenischen Gas die günstigste Option. Mit den an den Henry Hub gekoppelten Verträgen werden wir ab 2027 Gas zu den vorteilhaftesten Preisen erhalten.“ Bayraktar gab an, dass die Türkei insgesamt Gasverträge im Wert von 43 Milliarden Dollar unterzeichnet habe und bis 2045 143 Milliarden Kubikmeter Gas beziehen werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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