Muharrem İnce besuchte Ümit Özdağ im Silivri-Gefängnis: Özdağs Botschaft: 'Ich bin eine Geisel für Öcalan'
Der Vorsitzende der Memleket Partisi, Muharrem İnce, besuchte den im Silivri-Gefängnis inhaftierten Vorsitzenden der Zafer Partisi, Ümit Özdağ, um ihm seine Unterstützung zu bekunden.
Muharrem İnce, der Ümit Özdağ im Silivri-Gefängnis besuchte, teilte über seinen Social-Media-Account die Nachricht, die Özdağ übermitteln ließ.
In der Nachricht, die nach dem Treffen zwischen İnce und Özdağ über den X-Account des Memleket-Partisi-Chefs veröffentlicht wurde, hieß es:
''Ich habe heute den Vorsitzenden der Zafer Partisi, Herrn Ü. Özdağ, der im Silivri-Gefängnis inhaftiert ist, besucht. Dies sind die Botschaften, die er mich gebeten hat, mit Ihnen zu teilen:
'Ich halte mich alleine in einer 7-Schritte-Zelle auf. Durchschnittlich 10-12 Personen besuchen mich täglich. Jedes Mal, wenn ich zu meinem Gesprächspartner gehe, werde ich durchsucht. Ich werde sowohl auf dem Weg zum Gespräch als auch auf dem Rückweg durchsucht. Sie konstruieren Straftaten mit gefälschten Dokumenten. Ich bin eine Geisel für Abdullah Öcalan. Sie sehen in mir ein Hindernis für den Prozess der Verfassungsgebung.''

ÖZDAĞ: 'MEINE LEBENSGEFAHR IST GEGEBEN'
In seiner über İnce übermittelten Nachricht wies Özdağ zudem darauf hin, dass das Silivri-Gefängnis für ihn ein hohes Risiko darstelle. Özdağ äußerte sich zudem kritisch gegenüber oppositionellen Medienkanälen, denen er vorwarf, nicht ausreichend über ihn zu berichten.
Özdağ erklärte in seiner Nachricht:
Dies ist ein Hochsicherheitsgefängnis, hier gibt es sowohl PKK-Anhänger als auch IS-Mitglieder. Es ist ein riskantes Gefängnis. Meine Lebensgefahr ist gegeben. Im Fernsehen gibt es Kanäle, die der Regierung nahestehen. Als oppositionellen Sender gibt es nur Halk TV. Ich bin gezwungen, Halk TV zu schauen. Ich bin enttäuscht von Halk TV, sie erwähnen mich überhaupt nicht. Das Gefängnispersonal behandelt mich sehr respektvoll.''
Muharrem İnce teilte auch eine handschriftliche Notiz, die ihm Özdağ übergeben hatte. Özdağ hielt darin fest:
'Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
Herr M. İnce war so freundlich, mich zu besuchen. Er wird das, was ich erzählt habe, mit Ihnen teilen. Es lebe die Republik Türkei.'

Nachrichtenquelle: 12punto
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