Murat Emir erinnert an Akın Gürleks Besuch bei Ekol TV: Er stellt 4 Fragen
Nach der Einleitung von Ermittlungen wegen Geldwäschevorwürfen gegen die Finanzierungs- und Eigentümerstruktur von Ekol TV erinnerte der CHP-Abgeordnete Murat Emir an den Besuch des Istanbuler Generalstaatsanwalts Akın Gürlek bei dem Sender. Er betonte, dass es sich bei dem Prozess nicht nur um die Schließung eines Medienunternehmens handele, und stellte vier Fragen.
Gegen Ekol TV wurden Ermittlungen wegen Geldwäschevorwürfen im Zusammenhang mit den Finanzierungsquellen und der Eigentümerstruktur des Senders eingeleitet.
Nach der Geldwäscheuntersuchung gegen Ekol TV veröffentlichte der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Murat Emir einen bemerkenswerten Beitrag auf seinem Social-Media-Account.
Emir betonte, dass die laufenden Ermittlungen nicht als bloße Schließung eines Medienunternehmens betrachtet werden dürften. Er argumentierte, dass der Prozess auf Machtbeziehungen hindeute und erklärte: „Dies ist ein Dokument dafür, wie die Regierung im Dreieck aus Justiz, Bürokratie und schmutzigem Kapital auf frischer Tat ertappt wurde!“
Emir erinnerte zudem an den früheren Besuch des Istanbuler Generalstaatsanwalts Akın Gürlek bei dem Sender und behauptete, dass dieser Besuch eine öffentliche Botschaft vermittelt habe. Der CHP-Politiker brachte zudem vier spezifische Fragen zum Inhalt der Ermittlungen auf die Tagesordnung.
Ekol TV soruşturması, basit bir medya şirketinin kapanma hikayesi değil, iktidarın yargı, bürokrasi ve kirli sermaye üçgenindeki suçüstü yakalanışının belgesidir!
— Murat Emir (@muratemirchp) January 9, 2026
Öncelikle; bu kirli çarkların arasında ezilen, patronların oyunlarından habersizce sadece ekmeğinin peşinde koşan ve… pic.twitter.com/0RU66v2awN
Emirs Erklärung lautet wie folgt:
„Die Ekol-TV-Untersuchung ist keine einfache Geschichte über die Schließung eines Medienunternehmens, sondern ein Dokument dafür, wie die Regierung im Dreieck aus Justiz, Bürokratie und schmutzigem Kapital auf frischer Tat ertappt wurde!
Zunächst einmal stehen wir an der Seite aller Pressebeschäftigten, die zwischen diesen schmutzigen Räderwerken zerrieben werden, die nichts von den Spielen ihrer Chefs wussten, nur ihren Lebensunterhalt verdienen wollten und heute arbeitslos sind.
Kommen wir zum Hintergrund des Märchens der Regierung: ‚Wir kämpfen gegen Geldwäsche‘...
Es gibt eine Tatsache, die selbst der ‚taube Sultan‘ kennt. Die Behauptungen, dass hinter der Kapitalstruktur von Ekol TV der Glücksspiel- und Wettbaron Veysel Şahin stehe, waren vom ersten Tag an in aller Munde. Dennoch wurde die RTÜK-Lizenz erteilt und der Sendebetrieb aufgenommen.
Der erste ‚hochrangige‘ Besucher des Senders war Akın Gürlek. Am 1. November 2024 besuchte er den Sender, besichtigte die Regie und es wurden Geschenke ausgetauscht. Es war offensichtlich, dass damit eine Botschaft vermittelt werden sollte.
Der ehemalige Kommandeur der Gendarmerie, Arif Çetin, trat unmittelbar nach seiner Pensionierung in die Geschäftsführung dieses Senders ein. Doch welch ein großer Zufall: Am Tag, als die Ermittlungen begannen, endete die Mitgliedschaft von Arif Çetin im Verwaltungsrat.
Die Staatsanwaltschaft Küçükçekmece leitete die Ermittlungen ein. Der Sender wurde überstürzt geschlossen. Die Firmenadresse wurde über Nacht durch ein Scheinmanöver von Küçükçekmece nach Kağıthane verlegt. Die Akte gelangte von Küçükçekmece in den Zuständigkeitsbereich des Justizpalastes Çağlayan, wo Akın Gürlek, der den Sender zuvor persönlich besucht hatte, Generalstaatsanwalt ist.
Nun frage ich im Namen unseres Volkes:
Warum hat sich der ehemalige RTÜK-Präsident während des Akkreditierungsprozesses des Senders so sehr ins Zeug gelegt? Wurde für diesen ‚außerordentlichen Einsatz‘ ein Vorteil gewährt?
Wurde die Information über die Ermittlungen vorab an Arif Çetin durchgestochen, sodass er am selben Tag sein Amt niederlegte?
Warum hat ein Generalstaatsanwalt einen Sender besucht, gegen den so viele Vorwürfe im Raum standen?
Wessen Idee war es, den Sender zu schließen, die Adresse nach Kağıthane zu verlegen und die Akte nach Çağlayan, also in ‚bekannte Gewässer‘, zu ziehen?“
WAS WAR PASSIERT?
Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Küçükçekmece geführten Ermittlungen wurden Untersuchungen gegen den Geschäftsmann Mübariz Mansimov, Veysel Şahin, den Anwalt Ersan Şen und den Chefredakteur von Ekol TV, Emrah Doğru, eingeleitet.
Es wurde bekannt, dass in der Akte die Finanzbewegungen, Finanzierungsquellen und Transaktionen bezüglich der Anteilsübertragungen von Ekol TV detailliert behandelt werden und einige finanzielle Prozesse besonders unter die Lupe genommen wurden.
Es wurde mitgeteilt, dass die Staatsanwaltschaft die gesamte Partnerschaftsstruktur und die finanziellen Verbindungen des Senders seit seiner Gründung umfassend untersucht.
Ekol TV, das seit etwa zwei Jahren sendet, hatte zuvor erklärt, dass es aufgrund der wirtschaftlichen Probleme der letzten Zeit beschlossen habe, seinen Sendebetrieb einzustellen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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