Nach Gerüsteinsturz in Kabataş: Firmeninhaber und Bauleiter festgenommen
Im Rahmen der Ermittlungen zum Einsturz eines Baugerüsts bei U-Bahn-Bauarbeiten in Istanbul-Kabataş, bei dem ein Arbeiter ums Leben kam, wurden der Firmeninhaber und der Bauleiter in Untersuchungshaft genommen.
Bei einem Gerüsteinsturz auf einer U-Bahn-Baustelle im Istanbuler Stadtteil Kabataş am Samstagabend ist ein Arbeiter ums Leben gekommen.
Nach dem Einsturz des Gerüsts waren fünf Arbeiter zunächst verschüttet; drei konnten sich aus eigener Kraft befreien, zwei weitere wurden von Einsatzkräften der Feuerwehr geborgen.
HAFTBEFEHL GEGEN UNTERNEHMER UND BAULEITER
Nach dem Vorfall wurden Ermittlungen eingeleitet. Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft teilte mit, dass der Inhaber und Verantwortliche der Firma BMA Enerji Mühendislik İnşaat Sanayi ve Limited Şirketi, B.Ç., sowie der Bauleiter des Unternehmens, O.Ç., wegen des Vorwurfs der „fahrlässigen Tötung und Körperverletzung“ in Untersuchungshaft genommen wurden.
In der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft heißt es:
„Am 15.11.2025 gegen 21:00 Uhr kam es auf der Baustelle der U-Bahn-Station M7 in der Meclisi Mebusan Caddesi im Stadtviertel Ömer Avni, Kabataş, während Betonierarbeiten zum Aufbrechen der Schalung. Infolgedessen stürzten die Arbeiter S.E., S.E., M.G. und C.G. vom Gerüst und wurden verletzt. Der verletzte S.E. verstarb im Taksim-Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus, in das er zur Behandlung eingeliefert worden war. Der Geschädigte M.G. erlitt Knochenbrüche, die nicht durch einfache medizinische Intervention (BTM) heilbar sind; der Geschädigte C.G. erlitt Verletzungen, die durch einfache medizinische Intervention heilbar sind; der Geschädigte S.E. erlitt Knochenbrüche, die nicht durch einfache medizinische Intervention heilbar sind, jedoch keine Lebensgefahr darstellen. Laut dem vom Sachverständigen der Generalstaatsanwaltschaft erstellten Gutachten vom 16.11.2025 wurde festgestellt, dass der Inhaber und Verantwortliche der Subunternehmerfirma BMA Enerji Mühendislik İnşaat Sanayi ve Limited Şirketi, B.Ç., sowie der Bauleiter desselben Unternehmens, O.Ç., die Hauptschuld am Unfall tragen, während die verletzten Geschädigten sowie der verstorbene S.E. eine Teilschuld tragen. Die als Tatverdächtige identifizierten B.Ç. und O.Ç. wurden unter Berücksichtigung der Aktenlage, der Art des vorgeworfenen Delikts und der festgestellten Schuldfrage dem Friedensgericht mit dem Antrag auf Untersuchungshaft wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung vorgeführt.“
WAS WAR PASSIERT?
Die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) hatte in einer Stellungnahme zum Gerüsteinsturz in Beyoğlu, bei dem ein Arbeiter starb, erklärt, dass „kein Tunneleinsturz im Rahmen der Bauarbeiten stattgefunden habe“. In der Erklärung der Stadtverwaltung hieß es: „Bei dem Vorfall handelt es sich um einen Arbeitsunfall, der sich während Betonierarbeiten auf dem Stationsgelände ereignete. Eine Untersuchung des Unfalls wurde eingeleitet.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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