Nach Tod von Abdollahian: Stellvertreter Bagheri zum amtierenden Außenminister Irans ernannt
Nach dem Tod des iranischen Außenministers Hossein Amir Abdollahian bei einem Hubschrauberabsturz wurde Ali Bagheri, bisher stellvertretender Außenminister für politische Angelegenheiten und Chefunterhändler in Atomfragen, zum amtierenden Außenminister ernannt.
Die iranische Führung hat nach den Verlusten gehandelt.
Nach Angaben der offiziellen iranischen Nachrichtenagentur IRNA äußerte sich Regierungssprecher Ali Bahadori Jahromi nach einer außerordentlichen Sitzung des Kabinetts.
Jahromi erklärte, dass Bagheri, der seit 2021 als stellvertretender Außenminister für politische Angelegenheiten tätig ist, zum amtierenden Leiter des durch den Tod von Abdollahian vakanten Außenministeriums ernannt wurde.
WER IST ALI BAGHERI?
Bagheri wurde 1967 in Teheran geboren. Er absolvierte sein Studium der Islamwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften an der Imam-Sadiq-Universität in Teheran und lehrte dort Wirtschaftswissenschaften.
Nach einer kurzen Tätigkeit beim iranischen Staatsfernsehen begann Bagheri seine Arbeit im Außenministerium.
Während der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad war er zwischen 2007 und 2013 Teil des iranischen Nuklearteams und arbeitete bei den Atomverhandlungen mit Said Dschalili zusammen.
Bei den Präsidentschaftswahlen 2012 leitete Bagheri das Wahlkampfzentrum von Said Dschalili und fungierte als dessen Stellvertreter im Obersten Nationalen Sicherheitsrat.
Im Dezember 2019 wurde er auf Beschluss von Ebrahim Raisi, der damals das Amt des Justizchefs innehatte, zum stellvertretenden Justizchef für internationale Angelegenheiten und Menschenrechte ernannt.
Am 14. September 2021 wurde Bagheri auf Entscheidung von Abdollahian zum stellvertretenden Außenminister für politische Angelegenheiten berufen.
Bagheri fungierte zudem als Chefunterhändler Irans bei den Gesprächen zu Nuklearfragen.
HUBSCHRAUBERABSTURZ
Präsident Raisi nahm gestern an der Einweihungsfeier eines Staudamms an der iranisch-aserbaidschanischen Grenze teil. Auf dem Rückweg erlitt Raisi zusammen mit Außenminister Hossein Amir Abdollahian und weiteren Beamten einen Hubschrauberabsturz.
Auf Ersuchen des Iran setzte die Türkei eine Akıncı-Drohne (UAV) für die Such- und Rettungsarbeiten ein. Die von der Akıncı-Drohne ermittelten Koordinaten des Hubschrauberwracks wurden mit den iranischen Behörden geteilt.
Die iranischen Teams, die den identifizierten Ort erreichten, stellten fest, dass es keine Überlebenden des Absturzes gab.
Nachrichtenquelle: AA
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