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Neue Entwicklung im Beleidigungsprozess gegen Kılıçdaroğlu

Im Prozess gegen den ehemaligen CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu, dem Äußerungen gegenüber dem Richtergremium vorgeworfen werden, das 2017 Enis Berberoğlu zu 25 Jahren Haft verurteilte, wurde ein Unzuständigkeitsbeschluss gefasst. Das Gericht entschied, die Akte an das Schwurgericht (Ağır Ceza Mahkemesi) in Istanbul zu überweisen.

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Neue Entwicklung im Beleidigungsprozess gegen Kılıçdaroğlu

Der Prozess gegen den ehemaligen CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu wegen seiner Äußerungen gegenüber dem Gremium des 14. Istanbuler Schwurgerichts, das Enis Berberoğlu im Prozess um die gestoppten MİT-Lastwagen am 14. Juni 2017 zu 25 Jahren Haft verurteilt hatte, wurde fortgesetzt.

An der Verhandlung vor dem Istanbuler Amtsgericht nahm Kılıçdaroğlus Anwältin Beyza Köroğlu teil.

Die Anwältin des Angeklagten, Köroğlu, erklärte in der Verhandlung: "Unser Antrag bezüglich der Unzuständigkeit und mangelnden Befugnis besteht weiterhin. Wir fordern, dass die Verteidigung des Angeklagten erst nach Abschluss der verfahrensrechtlichen Schritte aufgenommen wird."

PLÄDOYER DES STAATSANWALTS

Der Staatsanwalt beantragte in seinem Plädoyer, die Akte aufgrund eines Unzuständigkeitsbeschlusses an das zuständige Gericht zu überweisen, da der Angeklagte Kemal Kılıçdaroğlu zum Zeitpunkt der Tat Abgeordneter gewesen sei und das Verfahren somit in den Zuständigkeitsbereich der Schwurgerichte falle.

AKTE AN DAS SCHWURGERICHT ÜBERWIESEN

Das Gericht wies darauf hin, dass der Angeklagte im Jahr 2017 Abgeordneter war und die Zuständigkeit für das Verfahren eigentlich beim Schwurgericht in Ankara liege, die Akte jedoch gemäß den Verfahrensvorschriften nicht direkt nach Ankara geschickt werden könne. Aus diesem Grund wurde die Entscheidung getroffen, die Akte mit einem Unzuständigkeitsbeschluss an das Schwurgericht in Istanbul zu überweisen.

AUS DER ANKLAGESCHRIFT

In der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift wurde festgehalten, dass Kemal Kılıçdaroğlu bei den Wahlen am 14. Mai 2023 nicht zum Abgeordneten gewählt wurde und somit keine parlamentarische Immunität genieße. Zudem wird in der Anklageschrift gefordert, Kılıçdaroğlu wegen „öffentlicher Beleidigung eines als Gremium arbeitenden Amtsträgers aufgrund seiner Dienstausübung“ in Tateinheit zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr, 5 Monaten und 15 Tagen bis zu 4 Jahren und 1 Monat zu verurteilen.


Nachrichtenquelle: İHA

Kemal Kılıçdaroğlu