Neue Formel für Scheidungsverfahren: Kommt die Familienmediation?
Justizminister Yılmaz Tunç hat vorgeschlagen, in Scheidungsverfahren Themen wie Unterhalt, Güterrecht und materiellen Schadensersatz getrennt zu behandeln und ein Familienmediationssystem einzuführen.
Justizminister Yılmaz Tunç traf sich in den Ulukaya-Wasserfall-Anlagen in Ankara Ulus mit Pressevertretern und kündigte eine neue Regelung für Scheidungsverfahren an.
Minister Tunç erklärte, dass Themen wie Unterhalt und Güterrecht als separate Verfahren behandelt werden sollten, damit Scheidungsverfahren schneller abgeschlossen werden können und die Parteien in der Lage sind, sich gesünder ein neues Leben aufzubauen.
Tunç betonte, dass die lange Dauer von Scheidungsverfahren die Parteien daran hindere, ihr Leben neu zu ordnen, und wies darauf hin, dass solche Verfahren oft 10 Jahre dauern. „Man muss die Scheidung so schnell wie möglich rechtskräftig machen und die anderen Verfahren separat fortsetzen“, sagte Tunç und wies darauf hin, dass diese langen Prozesse vor Gericht beendet werden müssen.
GESPRÄCHE MIT FAMILIENGERICHT UND KASSATIONSHOF
Tunç sagte, dass sie dieses Thema ausführlich mit Familienrichtern, Vorsitzenden der Berufungskammern sowie dem Vorsitzenden und den Mitgliedern der zweiten Zivilkammer des Kassationshofs (Yargıtay) erörtert hätten. Zudem erklärte er, dass man nach Gesprächen mit dem Rat der Richter und Staatsanwälte nach einer Lösung suche, um dieses Problem zu beseitigen.
AUFMERKSAMKEIT AUF DAS MEDIATIONSSYSTEM
Tunç merkte an, dass das System der „Familienmediation“ vorgeschlagen werde, damit Scheidungsverfahren kürzer und gesünder abgeschlossen werden könnten, und wies darauf hin, dass dieses System in vielen europäischen Ländern bereits angewendet werde. „Es ist wichtig, vor einem Scheidungsverfahren einen Mediator hinzuzuziehen“, sagte Tunç und fügte hinzu, dass diese Formel auch in unserem Land angewendet werden könne.
SCHWERE VORWÜRFE IN SCHEIDUNGSVERFAHREN SOLLEN VERMIEDEN WERDEN
Tunç wies darauf hin, dass es in Scheidungsverfahren zu schweren gegenseitigen Vorwürfen komme, um ein Verschulden zu beweisen, und erklärte, dass die Offenlegung der Privatsphäre der Familie sowohl auf die Kinder als auch auf die Parteien negative Auswirkungen habe. Minister Tunç betonte, dass die Mediationsmethode eine entscheidende Rolle dabei spielen werde, dass die Parteien ihre Unstimmigkeiten vor den Familiengerichten reifer lösen können.
Tunç erklärte, dass das Familienmediationssystem es den Parteien ermöglichen werde, ihre Scheidungsentscheidungen in einer ruhigeren Umgebung zu treffen, und wies darauf hin, dass der Fall bei Uneinigkeit vor Gericht gebracht werden könne. Tunç sagte: „Wenn eine Einigung über die Scheidung erzielt wird, kann mit gerichtlicher Genehmigung in sehr kurzer Zeit eine Lösung erreicht werden. Wenn keine Einigung erzielt wird, geht man vor Gericht und der Prozess wird ruhiger eingeleitet.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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