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Neue Operation gegen die Stadtverwaltung Istanbul: Haftbefehle gegen 15 Personen

Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat eine Operation wegen der mutmaßlichen Weitergabe personenbezogener Daten über die App „İstanbul Senin“ eingeleitet. Gegen 15 Personen wurden Haftbefehle erlassen. In der Erklärung der Staatsanwaltschaft fiel insbesondere der Begriff „Operation-2“ auf.

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Neue Operation gegen die Stadtverwaltung Istanbul: Haftbefehle gegen 15 Personen

Gegen die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) wurde eine neue Operation durchgeführt. Die von der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul geführte Untersuchung umfasst die mutmaßliche Weitergabe personenbezogener Daten und Standortinformationen von 4,7 Millionen Nutzern der mobilen App „İstanbul Senin“ an zwei ausländische Staaten. Zudem wird behauptet, dass Daten und Standortinformationen von 3,7 Millionen Nutzern im „Dark Web“ zum Verkauf angeboten wurden.

ES WIRD AUCH BEHAUPTET, DASS WAHLDATEN ABGEFLOSSEN SIND

Laut der Erklärung der Staatsanwaltschaft wurden über die Unteranwendung „İBB HANEM“ die Wahldaten von 11 Millionen Menschen verarbeitet und illegal aus dem Programm herausgeschleust. Die Weitergabe dieser Daten an unbefugte Personen führte zu schwerwiegenden Sicherheitsverletzungen.

HAFTBEFEHLE GEGEN 15 PERSONEN

Die Staatsanwaltschaft hat im Rahmen der Operation Haftbefehle gegen 15 Personen erlassen. Unter den Verdächtigen befinden sich 13 Personen, denen die Mitgliedschaft in einer „auf Gewinn ausgerichteten kriminellen Vereinigung um Ekrem İmamoğlu“ vorgeworfen wird, sowie 2 Personen, die wegen „Ausstellung von Scheinrechnungen“ beschuldigt werden. In der Operation sticht insbesondere der Name von Murat Gülibrahimoğlu hervor, der als mutmaßlicher Anführer der Organisation gilt.

Es wurde mitgeteilt, dass den Personen, gegen die Haftbefehle erlassen wurden, die rechtswidrige Erlangung personenbezogener Daten vorgeworfen wird. Zudem sind Verstöße gegen das Steuerverfahrensgesetz und die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung Teil der Ermittlungen.

„SPIONAGE“-VORWURF

Die Türkei startete heute mit Operationen in den Tag. Es gab eine Polizeirazzia beim Fernsehsender TELE1, bei der der Chefredakteur des Senders, Merdan Yanardağ, wegen des Vorwurfs der „Spionage“ festgenommen wurde.

ERKLÄRUNG DER GENERALSTAATSANWALTSCHAFT

In der Erklärung der Staatsanwaltschaft unter dem Titel „Operation-2“ heißt es:

„Im Rahmen der von unserem Büro für die Untersuchung organisierter Kriminalität geführten Ermittlungen zu den Aktivitäten und Handlungen der auf Gewinn ausgerichteten kriminellen Vereinigung um Ekrem İMAMOĞLU;

Bezüglich der Feststellung, dass über die Anwendung „İSTANBUL SENİN“ personenbezogene Daten und Standortinformationen von 4,7 Millionen Nutzern an zwei verschiedene ausländische Länder weitergegeben wurden, personenbezogene Daten und Standortinformationen von 3,7 Millionen Nutzern im „Darkweb“ zum Verkauf angeboten wurden und innerhalb der Unteranwendung „İBB HANEM“ die Wahldaten von 11 Millionen unserer Bürger verarbeitet und aus dem Programm herausgeschleust wurden, wurden heute ab 06:00 Uhr zeitgleiche Festnahme-, Ingewahrsamnahme-, Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsmaßnahmen gegen insgesamt 15 Verdächtige eingeleitet. Dabei handelt es sich um 13 Verdächtige, die als Führungskräfte oder Mitarbeiter in 6 verschiedenen Unternehmen, einschließlich İBB-Tochtergesellschaften, tätig sind und Verbindungen zu den genannten Organisationsführern haben, sowie 2 weitere Verdächtige, die an der Ausstellung von Scheinrechnungen für die Unternehmen des flüchtigen Organisationsführers Murat GÜLİBRAHİMOĞLU beteiligt waren. Den Verdächtigen werden die rechtswidrige Erlangung personenbezogener Daten, Verstöße gegen das Steuerverfahrensgesetz und die Mitgliedschaft in der auf Gewinn ausgerichteten kriminellen Vereinigung um Ekrem İmamoğlu vorgeworfen; alle Verdächtigen wurden in Gewahrsam genommen.“


Nachrichtenquelle: 12punto

İBB