Neue Regelung für Motorradkuriere: Berufliche Qualifikation und polizeiliches Führungszeugnis erforderlich
Mit neuen Regelungen, die die 2 Millionen Motorradkuriere in der Türkei betreffen, werden eine obligatorische berufliche Qualifikationsbescheinigung sowie ein polizeiliches Führungszeugnis eingeführt, um Sicherheit und Kontrolle zu erhöhen. Die Verordnung zielt darauf ab, die soziale Absicherung der Kuriere zu gewährleisten und den Sektor sicherer zu machen.
Die Arbeiten an der Neuregelung für Motorradkuriere, an der das Innenministerium sowie die Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien (BTK) seit Monaten gearbeitet haben, stehen kurz vor dem Abschluss. Während in der Verordnung die Anwendungsgrundsätze zum Schutz der Motorradkuriere festgelegt werden, wird aus Gründen der öffentlichen Sicherheit künftig ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis von den Kurieren verlangt.
BERUFLICHE QUALIFIKATION WIRD VORAUSGESETZT
Im Rahmen eines Protokolls mit der Behörde für berufliche Qualifikationen (MYK) wird ein Zertifikat über die berufliche Eignung zur Pflicht. Kuriere werden verpflichtet sein, die Unternehmen anzugeben, für die sie tätig sind. Sollten sie Produkte befördern, die nicht zu dem Unternehmen gehören, für das sie arbeiten, oder für andere Kunden tätig sein, werden Strafmaßnahmen verhängt.
Mit der geplanten Regelung soll nicht nur die soziale Absicherung und Sicherheit der Motorradkuriere gewährleistet, sondern auch ihre Kontrolle im Hinblick auf die öffentliche Sicherheit sichergestellt werden. Durch das geplante Kurier-Informationssystem (KUBİS) sollen alle Kuriere registriert werden. Zudem soll sichergestellt werden, dass bei der Beförderung von Produkten für andere Unternehmen oder Kunden als dem Arbeitgeber Strafen verhängt werden.
WIE SIEHT DIE SOZIALE ABSICHERUNG AUS?
Kuriere, die als sogenannte „Handwerker-Kuriere“ (Esnaf Kurye) arbeiten, also ihr eigenes Einzelunternehmen gegründet haben, werden mit den Firmen, für die sie Dienstleistungen erbringen – etwa in den Bereichen Gastronomie, E-Commerce oder Logistik –, Verträge mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr abschließen. Es wurde bekannt, dass es diesbezüglich Regelungen geben könnte, damit die soziale Absicherung von den Unternehmen übernommen wird, für die sie tätig sind.
DIE ÄRA DER 'AD-HOC-AUFTRÄGE' ENDET
Wie aus einem Bericht der Zeitung Sabah hervorgeht, erklärte Murat Tomris, Vorsitzender des Motorradfahrer-Verbandes (MOSEF), dass die Zahl der Motorradkuriere in der Türkei 1 Million registrierte Personen erreicht habe und zusammen mit den nicht registrierten Kräften auf fast 2 Millionen zugehe. Er wies darauf hin, dass der Sektor zu Steuerverlusten in Milliardenhöhe führe.
Tomris betonte, dass diejenigen, die ihre Dienste informell über WhatsApp- und Telegram-Gruppen anbieten, Ad-hoc-Aufträge annehmen, und erklärte: 'Da im Sektor keine Sicherheitsverfahren wie die Anforderung eines polizeilichen Führungszeugnisses existieren, beginnt fast jeder, der aus dem Gefängnis entlassen wird, vorrangig als Motorradkurier zu arbeiten.'
Tomris wies zudem darauf hin, dass Drogenbarone in letzter Zeit Motorradkuriere, die die Kleidung von Firmen tragen, für den Drogentransport einsetzen, und erklärte, dass Kuriere manchmal unwissentlich als Vermittler im Drogenhandel fungieren.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Operation 'Papier mit Zauber und Flüchen': Hodscha, meine Frau hat die Scheidung eingereicht
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung