Neuer Schritt bei flexibler Arbeit: Bedingungen für Arbeitsverträge werden erleichtert
Die Details der Regelung zur flexiblen Arbeit werden konkreter. In der ersten Phase ist geplant, befristete Arbeitsverträge zu erleichtern. Mit der Neuregelung wird für Arbeitsverträge mit einer Laufzeit von ein oder zwei Jahren kein konkreter Grund wie der „Abschluss eines Projekts“ mehr erforderlich sein.
Die Regelung zur flexiblen Arbeit, die in der vergangenen Woche im Ausschuss zur Verbesserung des Investitionsklimas (YOİKK) erörtert wurde, nimmt konkrete Formen an.
Den vorliegenden Informationen zufolge wird der erste geplante Schritt bei der flexiblen Arbeit die Erleichterung befristeter Arbeitsverträge sein.
Dem geplanten Modell zufolge wird für Arbeitsverträge mit einer Laufzeit von bis zu ein oder zwei Jahren kein konkreter Grund wie der „Abschluss eines Projekts“ mehr erforderlich sein.
Wie Hürriyet berichtet, wird es möglich sein, Mitarbeiter ohne Angabe von Gründen mit einem befristeten Vertrag einzustellen.
GESETZESÄNDERUNG IN ARBEIT
In der Erklärung nach dem YOİKK-Treffen, das am 13. August unter dem Vorsitz des stellvertretenden Präsidenten Cevdet Yılmaz unter Beteiligung des Privatsektors und der öffentlichen Hand stattfand, hieß es: „Es wurde zum Ausdruck gebracht, dass bei der Maßnahme zur Festlegung der gesetzlichen Änderungsbedarfe für flexible Arbeitsmodelle der neuen Generation, wie Fernarbeit, Teilzeit- und befristete Arbeit sowie Plattformarbeit, unter Berücksichtigung der Anforderungen der Geschäftswelt und der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, wichtige Fortschritte erzielt wurden.“
In diesem Rahmen wird an einer Gesetzesänderung bezüglich befristeter Arbeitsverträge gearbeitet. Es wurden auch internationale Beispiele herangezogen und die Gesetzgebungen anderer Länder zu diesem Thema dem YOİKK-Treffen vorgelegt.
'OHNE OBJEKTIVE GRÜNDE KANN KEIN ARBEITSVERTRAG UNTERZEICHNET WERDEN'
Der befristete Arbeitsvertrag ist im Arbeitsgesetz Nr. 4857 verankert. Dem Gesetz zufolge sind für den Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrags „objektive Bedingungen wie der Abschluss einer bestimmten Arbeit oder das Eintreten eines bestimmten Ereignisses“ erforderlich.
Ohne objektive Bedingungen kann kein befristeter Arbeitsvertrag unterzeichnet werden; sollte ein solcher Vertrag dennoch existieren, wird er als „unbefristet“ betrachtet. Dem geplanten Vorhaben und den im YOİKK gegebenen Informationen zufolge wird die Bedingung der objektiven Voraussetzungen für diese Art von Verträgen teilweise aufgehoben.
ARBEITSVERTRAG KANN NICHT ÖFTER ALS VIERMAL ABGESCHLOSSEN WERDEN
Beamte geben an, dass die Bedingung der objektiven Voraussetzungen für Verträge, die eine bestimmte Dauer überschreiten, weiterhin gelten wird. Demnach werden beispielsweise für befristete Arbeitsverträge bis zu zwei Jahren keine Bedingungen erforderlich sein. Diese Verträge sollen auch einmalig verlängert werden können. Bei Verträgen mit einer Laufzeit von mehr als zwei Jahren könnten jedoch Bedingungen wie „der Abschluss einer bestimmten Arbeit oder das Vorliegen eines Projekts“ verlangt werden. Ein befristeter Arbeitsvertrag wird ohne einen sehr triftigen Grund nicht öfter als viermal in einer Kette abgeschlossen werden können. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass sich diese Zahl noch ändern könnte. Es wird betont, dass die „Zwei-Jahres-Grenze“ auch ein Jahr betragen könnte und diesbezüglich noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.
MEHR ALS 800 TAUSEND ARBEITSLOSE JUGENDLICHE
In den Präsentationen beim YOİKK wurde darauf hingewiesen, dass die Regelung auf die junge Bevölkerung abzielt. Während betont wurde, dass es im Jahr 2023 mehr als 800 Tausend Arbeitslose im Alter zwischen 15 und 24 Jahren gibt, wurde erklärt, dass mit diesen Verträgen das Ziel verfolgt wird, jungen Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern und auf diesem Weg auch die Schwarzarbeit zu reduzieren.
Nachrichtenquelle: 12punto
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