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Neues Bündnis in der Ägäis: Alle sind dabei, außer der Türkei

Die unter US-Führung und unter griechischer Gastgeberrolle durchgeführte Übung Iniochos 2025 signalisiert ein neues Bündnis im östlichen Mittelmeer. Besonders bemerkenswert ist die Teilnahme von Katar, den VAE und Bahrain, die gemeinsam mit Israel an der Übung teilnahmen.

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Neues Bündnis in der Ägäis: Alle sind dabei, außer der Türkei

Die multinationale Luftwaffenübung Iniochos 2025, die vom 31. März bis zum 11. April auf dem griechischen Luftwaffenstützpunkt Andravida stattfand, entwickelte sich über ihre militärische Kapazität hinaus zu einer diplomatischen Plattform mit geopolitischen Botschaften. An der von den USA geleiteten Übung nahmen Länder wie Griechenland, Israel, Indien, Großbritannien, die Republik Zypern, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrain teil. Die Türkei, eine bedeutende Macht in der Region, wurde jedoch von der Übung ausgeschlossen.

Während der Übung operierten Israels G550-Nachshon-Frühwarnflugzeug, Katars F-15QA-Kampfjets, die Mirage 2000-9 der VAE und Bahrains F-16 im selben Luftraum. Mit dieser Organisation sendeten die USA die Botschaft, dass im östlichen Mittelmeer eine Sicherheitsordnung ohne die Türkei aufgebaut wird.

KATARS GEHEIME EINLADUNG

Eines der auffälligsten Details der Übung war, dass Katar gemeinsam mit Israel agierte. Katar, das im Gazakrieg eine Vermittlerrolle einnimmt und als einer der finanziellen Unterstützer der Hamas gilt, nahm diesmal an denselben Flugmanövern wie Israel teil. Laut israelischen Medienberichten sollte die Teilnahme Katars geheim gehalten werden, doch Griechenland habe diese Information an die Presse durchgestochen.

Dass Katar an denselben Operationen wie Israel teilnimmt, wird als ein großer Bruch in den diplomatischen Gleichgewichten im Nahen Osten gewertet. Die Tatsache, dass Katar und Israel im selben Briefing-Raum gemeinsame militärische Szenarien erarbeiteten, zeigt, dass sich die Bündnisse in der Region schnell verändern.

EIN NEUER BLOCK IM ÖSTLICHEN MITTELMEER OHNE DIE TÜRKEI

Das offizielle Ziel der Übung wurde als Sicherung der Stabilität im östlichen Mittelmeer und die Gewährleistung der Sicherheit der Handelswege von Indien nach Europa verkündet. In der für dieses Ziel gebildeten Front fand die Türkei jedoch keinen Platz. Katar, das an der Übung teilnahm, ist als "Freund der Türkei" bekannt und investiert über 33 Milliarden Dollar in Sektoren wie Medien, Bankwesen und Verteidigungsindustrie in der Türkei. Bisher gab es aus Ankara noch keine Reaktion darauf, dass Katar in dieser Übung gemeinsam mit Israel und der Republik Zypern agierte.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte die Unterstützung Katars während des Putschversuchs vom 15. Juli mit den Worten "Freund in schweren Zeiten" gelobt. Zudem hatte er bei seinem Besuch in Doha im Jahr 2021 erklärt: "Wir trennen die Sicherheit und Stabilität Katars nicht von der unseres eigenen Landes." Diese Übung zeigt jedoch, dass sich die militärische Position Katars im östlichen Mittelmeer verändert hat und das Land nun einen von der Türkei unabhängigen Kurs verfolgt.

BESTECHUNGSVORWÜRFE

Ein weiteres bemerkenswertes Thema der Übung waren die Beziehungen zwischen Israel und Katar. Es ist bekannt, dass gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu wegen des Vorwurfs ermittelt wird, er habe von Katar Bestechungsgelder in Höhe von 15 Millionen Dollar bei den Wahlen 2012 und 50 Millionen Dollar bei den Wahlen 2018 erhalten. Israel nahm aufgrund der diplomatischen Spannungen mit der Türkei im Jahr 2023 und seiner Haltung im Gazakrieg 2024 nicht an den Übungen teil.


Nachrichtenquelle: 12punto

Katar VAE USA