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Neues Migrationsrisiko für die Türkei durch den Israel-Iran-Krieg! 3 Millionen Menschen erwartet...

Sollte sich der Israel-Iran-Krieg weiter verschärfen, wird mit einer Flucht von bis zu 3 Millionen Iranern in die Türkei gerechnet. Experten warnen, dass eine neue Migrationswelle die Türkei in vielen Bereichen, von der Sicherheit bis zur Wirtschaft, vor eine kritische Bewährungsprobe stellen könnte.

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Neues Migrationsrisiko für die Türkei durch den Israel-Iran-Krieg! 3 Millionen Menschen erwartet...

Die Kämpfe zwischen Israel und dem Iran haben den zehnten Tag erreicht. Die Auseinandersetzungen haben dazu geführt, dass Tausende Zivilisten ihre Häuser verlassen mussten. Allein in den ersten zwei Tagen sollen etwa 100.000 Menschen aus Teheran und Umgebung an die Küsten des Kaspischen Meeres geflohen sein. Der Zusammenbruch der Energieversorgung im Iran und die wachsende Angst der Bevölkerung vor dem Druck des Regimes beschleunigen die Migrationsbewegungen über die Grenzen hinweg. Laut Daten von The Economist leben derzeit bereits 8 Millionen Iraner im Ausland. Experten, die gegenüber Reuters Stellung nahmen, prognostizieren jedoch, dass diese Zahl bei einer Ausweitung der Auswirkungen des Krieges auf bis zu 23,4 Millionen ansteigen könnte.

DIE AUGEN RICHTEN SICH AUF DIE TÜRKEI

Während europäische Länder ihre Visabestimmungen für iranische Staatsbürger verschärfen, erweist sich die Türkei als die zugänglichste Route für Iraner. Insbesondere in den Dörfern entlang der Grenze bei Van und Iğdır wird seit 2020 ein Anstieg der irregulären Migration aus dem Iran um 68 Prozent verzeichnet. Migrationsexperten betonen, dass es bei einer Ausweitung des Krieges „sehr wahrscheinlich“ sei, dass 1,5 bis 3 Millionen Iraner in der Türkei Zuflucht suchen werden. Es wird geschätzt, dass eine großflächige Migrationswelle aus dem Iran die weltweite Flüchtlingszahl um 76 Prozent erhöhen könnte.

STEHT DIE TÜRKEI VOR EINER NEUEN KRISE?

Die Türkei ist mit derzeit 3,3 Millionen Syrern, 500.000 Afghanen und 200.000 afrikanischen Migranten bereits das Land, das weltweit die meisten Flüchtlinge beherbergt. Inoffizielle Zahlen deuten darauf hin, dass diese Zahl noch höher liegt. Experten weisen darauf hin, dass eine mögliche neue Migrationswelle aus dem Iran für die Türkei sowohl sicherheitspolitisch als auch wirtschaftlich eine „kritische Schwelle“ darstellen könnte. In diplomatischen Kreisen wird darüber gesprochen, dass die Europäische Union angesichts des Migrationsdrucks einen neuen Flüchtlingsunterstützungsfonds einrichten könnte.

STRASSEN IN TEHERAN VOLLER PROTESTE

In der iranischen Hauptstadt Teheran gingen Tausende Menschen auf die Straße, um gegen die Angriffe Israels auf iranisches Territorium sowie gegen die USA zu protestieren. Die Demonstranten trugen iranische Flaggen und skandierten Parolen gegen Israel und Amerika.

ERDOĞAN: WAS ISRAEL TUT, IST BANDITENTUM

Präsident Recep Tayyip Erdoğan nahm gestern in Istanbul am Treffen der Außenminister der Organisation für Islamische Zusammenarbeit teil. In seiner Rede ging Erdoğan auf den Israel-Iran-Krieg ein und erklärte: „Die Definition der Angriffe, die Israel auf Gaza, den Libanon, den Jemen, Syrien und zuletzt auf den Iran verübt hat, ist Banditentum. Die Maßnahmen, die der Iran ergreift, sind völlig natürlich und rechtmäßig.“

Bei dem Treffen führte Erdoğan auch ein privates Gespräch mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi und wies auf den Zeitpunkt der Angriffe hin. Erdoğan bezeichnete es als „bezeichnend“, dass solche Aktionen in einer Zeit stattfanden, in der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm liefen, und fuhr fort: „So wie der Funke, den Hitler entzündete, die ganze Welt in Brand setzte, so treiben heute Netanyahus zionistische Ambitionen die Welt in die Katastrophe.“


Nachrichtenquelle: 12punto