Neues System für Kraftstoffkäufe zur Vermeidung von Steuerverlusten: Frist bis zum 1. Januar
Ab dem 1. Januar 2025 wird in der Türkei an Tankstellen das Nationale Fahrzeugerkennungssystem (UTTS) eingeführt. Mit diesem neuen System soll Steuerverlusten vorgebeugt und der unregistrierte Kraftstoffkauf unterbunden werden.
Ab dem 1. Januar 2025 wird an Tankstellen auf das Nationale Fahrzeugerkennungssystem umgestellt. Mit dem System soll Steuerverlusten vorgebeugt werden.
KAMPF GEGEN SCHATTENWIRTSCHAFT BEI KRAFTSTOFFEN
Die Steuerbehörde (Gelir İdaresi Başkanlığı) hat in Zusammenarbeit mit den zuständigen Institutionen zahlreiche Schritte unternommen, um gegen die Schattenwirtschaft auf dem Kraftstoffmarkt vorzugehen. Dementsprechend wurde die erste Regelung zur Anbindung von Registrierkassen an Zapfsäulen an Tankstellen im Jahr 2003 getroffen. Nachdem im Laufe der Zeit Missbräuche in Bezug auf diese Maßnahme auftraten, wurden neue Vorkehrungen getroffen.
MANIPULATION AN ZAPFSÄULEN UNTERBUNDEN
Die Behörde erhöhte zunächst das Sicherheitsniveau der Registrierkassen an Tankstellen.
Diese Geräte wurden durch eine neue Generation von Zapfsäulen-Registrierkassen ersetzt, die nicht von außen manipuliert werden können und einen sofortigen Informationsaustausch ermöglichen.
Dadurch wurde eine Manipulation der Geräte von außen verhindert. Zudem wurde damit begonnen, Informationen über alle an Tankstellen getätigten Verkäufe in Echtzeit an die Behörde zu übermitteln. In diesem Prozess wurden auch wichtige gesetzliche Regelungen für den Kraftstoffmarkt getroffen. So wurde sichergestellt, dass Rechnungen genau in dem Moment ausgestellt werden, in dem die Ware geliefert oder die Dienstleistung erbracht wird.
VERSCHÄRFTE KONTROLLEN
Für die Erfüllung von Anträgen auf Lizenzerteilung, Änderung oder Verlängerung wurde die Bedingung eingeführt, dass keine überfälligen Beiträge und Verwaltungsgeldstrafen bei der Sozialversicherungsanstalt (Sosyal Güvenlik Kurumu) sowie keine überfälligen Steuerschulden bei den Finanzämtern bestehen dürfen.
Auf diese Weise wurde sichergestellt, dass Anträge von Personen mit Beitrags-, Verwaltungsstraf- oder Steuerschulden nur dann bearbeitet werden, wenn ihre Schulden beglichen sind.
Es wurde zudem vorgesehen, dass Distributoren den von ihnen erworbenen Kraftstoff nicht an einen anderen Distributor weiterverkaufen dürfen. Darüber hinaus wurde für den Sektor die Verpflichtung eingeführt, Rechnungen zum Zeitpunkt der Warenlieferung auszustellen.
EPDK VERSCHÄRFT MASSNAHMEN
Auch die Energiemarktregulierungsbehörde (EPDK) hat wichtige Maßnahmen für den Kraftstoffmarkt ergriffen.
Es wurden Vorkehrungen getroffen, um juristische Personen, die sich für die Einrichtung, Anwendung, Wartung und Reparatur des Tankstellen-Kontrollsystems bewerben, durch die Behörde zu autorisieren.
Der Sektor wird zudem durch Vor-Ort-Kontrollen genau überwacht. In den ersten 10 Monaten dieses Jahres wurden an Tankstellen und LPG-Stationen 293.966 Zapfpistolen bei 53.396 Zapfsäulen von 4.475 Steuerpflichtigen kontrolliert.
UMSTELLUNG AUF DAS NATIONALE FAHRZEUGERKENNUNGSSYSTEM
Die Steuerbehörde hat zuletzt eine Regelung für das Nationale Fahrzeugerkennungssystem (UTTS) getroffen, das sicherstellen soll, dass die Kennzeicheninformationen von Fahrzeugen beim Kraftstoffkauf automatisch an die neue Generation der Zapfsäulen-Registrierkassen übermittelt werden.
Mit dem System werden die Kennzeichen der Fahrzeuge, die Kraftstoff tanken, ohne manuelle Eingabe automatisch über die Systemkomponenten an die Registrierkassen übertragen, wodurch verhindert wird, dass für ein anderes Fahrzeug als das tatsächlich tankende eine Quittung ausgestellt wird.
START AM 1. JANUAR 2025
Das System wird ab dem 1. Januar 2025 für Kraftstoff- und LPG-Käufe von Fahrzeugen, die von Steuerpflichtigen geschäftlich genutzt werden, verpflichtend sein. Darüber hinaus werden ab dem 1. Juli 2025 erstmals erworbene Neuwagen innerhalb eines Monats nach der Registrierung sowie Fahrzeuge, die bereits ein privates Fahrzeugerkennungssystem nutzen, bis zum 30. Juni 2025 in das UTTS einbezogen.
MINISTER ŞİMŞEK: GESETZESWIDRIGKEITEN VERHINDERT
Finanzminister Mehmet Şimşek erinnerte daran, dass sie viele Regelungen und Arbeiten umgesetzt haben, um die Wettbewerbsgleichheit auf dem Kraftstoffmarkt zu gewährleisten und die Schattenwirtschaft effektiv zu bekämpfen, und sagte: „Als Ergebnis all dieser Arbeiten wurden Missbräuche und gesetzeswidrige Handlungen auf dem Kraftstoffmarkt weitgehend verhindert. Mit der baldigen Inbetriebnahme des Nationalen Fahrzeugerkennungssystems wird die manuelle Kennzeicheneingabe und damit die Ausstellung unrechtmäßiger Kraftstoffquittungen unterbunden, was einen wichtigen Schritt zur Vermeidung von Steuerverlusten an Tankstellen darstellt.“
FRIST BIS JAHRESENDE
Şimşek erinnerte alle betroffenen Gruppen an die Anwendung und fuhr fort:
„Steuerpflichtige, die Tankstellen betreiben, müssen bis zum Jahresende mindestens eine Zapfsäuleneinheit mit dem System kompatibel machen. Es ist wichtig, dass Tankstellen bei der Einrichtung und dem Betrieb dieses Systems jede notwendige Unterstützung leisten.
Die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der im Rahmen des Systems hergestellten Verbindungen und die ständige Online-Verbindung des Systems liegt beim Steuerpflichtigen, der die Tankstelle betreibt.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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