Operation gegen gefälschte Diplome in Ankara: 400 Akademiker an unrechtmäßigen Ernennungen beteiligt!
In der Anklageschrift gegen Verdächtige, die durch das Kopieren elektronischer Signaturen gefälschte Diplome und Dokumente erstellt haben sollen, werden Haftstrafen von bis zu 50 Jahren gefordert. Es kam ans Licht, dass für die Dokumente Beträge von bis zu 400.000 Lira verlangt wurden.
Im Rahmen der Ermittlungen des Büros für die Untersuchung von Cyberkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Ankara wurde eine Anklageschrift gegen 65 Verdächtige erstellt, die gefälschte Diplome und Führerscheine ausgestellt haben sollen. Für die Verdächtigen wurden Haftstrafen von bis zu 50 Jahren gefordert.
Die Ermittlungen ergaben, dass elektronische Signaturen von Mitarbeitern der Gazi-Universität und des Bildungsministeriums (MEB) illegal kopiert und verwendet wurden. Es wurde festgestellt, dass mit gefälschten E-Signaturen Universitätsdiplome erstellt sowie Führerscheine und Ergebnisse von schriftlichen und praktischen Fahrprüfungen im System manipuliert wurden, um Personen als erfolgreich darzustellen.
Von den in diesem Zusammenhang festgenommenen Personen wurden 16 vom zuständigen Bereitschaftsgericht in Untersuchungshaft genommen; die Anklageschrift gegen insgesamt 134 Verdächtige wurde im Mai abgeschlossen. In dem vor dem 23. Strafgericht erster Instanz in Ankara eröffneten Verfahren wurden gegen die Verdächtigen wegen „Verstoßes gegen das ÖSYM-Gesetz“, „Urkundenfälschung“, „Eindringen in ein IT-System“ und „rechtswidriger Erlangung von Daten“ Haftstrafen zwischen 6 und 45 Jahren gefordert.
Den Informationen in der Anklageschrift zufolge wurde festgestellt, dass die Verdächtigen über die elektronischen Zertifizierungsdienste E-İMZATR und TÜRKTRUST auf die Systeme der Gazi-Universität und des Bildungsministeriums zugriffen. Auf diese Weise seien Abschlussdatensätze erstellt und gefälschte Diplome ausgestellt worden, wofür, wie es in der Anklageschrift heißt, „bis zu 400.000 Lira verlangt wurden“. Zudem wurde angegeben, dass die Identitätsdaten einiger Personen gestohlen wurden, um in deren Namen E-Signaturen zu erstellen.
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen wurde festgestellt, dass auch die E-Signaturen des Präsidenten und des Vizepräsidenten der Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde (BTK), des Leiters der Abteilung für Bildung und Unterricht des Hochschulrats (YÖK) sowie der Leiter der Studentenabteilungen von 14 verschiedenen Universitäten und einiger Mitarbeiter kopiert wurden. Aufgrund dieser Entwicklung wurde gegen 65 Verdächtige ein separates Verfahren vor dem 23. Strafgericht erster Instanz in Ankara eröffnet. In der betreffenden Anklageschrift wurde festgehalten, dass die Verdächtigen 39 gefälschte Universitätsdiplome ausgestellt und in das System eingetragen haben.
Den Aussagen der Verdächtigen zufolge wurde zudem festgestellt, dass etwa 400 Akademiker an unrechtmäßigen Ernennungen beteiligt waren, wobei viele dieser Personen den Titel eines Dozenten oder Professors trugen.
Nachrichtenquelle: İHA
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Operation 'Papier mit Zauber und Flüchen': Hodscha, meine Frau hat die Scheidung eingereicht
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung