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Özgür Özel besuchte Inhaftierte im Silivri-Gefängnis

Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel, der die im Silivri-Gefängnis inhaftierten Personen besuchte, gab nach seinen Gesprächen vor dem Gefängnis eine Erklärung ab.

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Özgür Özel besuchte Inhaftierte im Silivri-Gefängnis

Özel traf sich im Silivri-Gefängnis mit dem Vorsitzenden der Zafer-Partei Ümit Özdağ, dem Chefredakteur von Halk TV Suat Toktaş, dem Bürgermeister von Esenyurt Prof. Dr. Ahmet Özer, dem Bürgermeister von Beşiktaş Rıza Akpolat, Can Atalay, Osman Kavala und Tayfun Kahraman.

Nach seinem Besuch sprach Özel vor dem Silivri-Gefängnis über die Ereignisse während des Inhaftierungsprozesses von Özdağ. Özel warf dem Oberstaatsanwalt von Ankara eine 'Überschreitung seiner Befugnisse' vor und teilte mit, dass Özdağ eine Petition an das Justizministerium geschrieben habe.

Laut Özel hielt Özdağ in seiner Petition Folgendes fest:

'Ich erhalte täglich mehr als 10 Besucher. Zehnmal muss ich meine Schuhe aus- und anziehen. Dreißigmal werde ich durchsucht. Für jemanden, der einen Besucher am Tag hat, mag das normal sein, aber für mich ist es sehr belastend, es schmerzt mich.'

Özel sprach über die Situation von Özdağ und wandte sich an den AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan mit den folgenden Worten:

''So etwas darf nicht sein! Soll ich mich an Herrn Erdoğan wenden? Wenn er nicht zuhört, vielleicht erzählt es ihm die First Lady am Abend... Was auch immer man im Rahmen des politischen Wettbewerbs zu einem Parteivorsitzenden sagt oder tut – schau dir an, was du gestern über mich gesagt hast –, aber das hier geht zu weit.

Was ist, wenn eine andere Partei, einer Ihrer jetzigen politischen Weggefährten, jemanden von Ihnen ohne Immunität erwischt und ihm das Gleiche antut? Dieser Ansatz, den Erdoğan verfolgt, zeigt eigentlich nur, dass er keine Kraft mehr hat, sich mit der Zafer-Partei, mit uns, mit Ekrem İmamoğlu oder mit Mansur Yavaş auseinanderzusetzen, und dass ihm der Mut dazu fehlt.''

ÖZGÜR ÖZEL KRITISIERT JUSTIZENTSCHEIDUNGEN

Özel übte Kritik an der Justiz wegen 'Befugnisüberschreitung' und 'Rechtsverstößen' und widersprach den Vorgängen, die zur Inhaftierung von Özdağ führten.

Özel reagierte auf die Inhaftierung von Politikern und Journalisten mit folgenden Worten:

''Als Vorsitzender einer politischen Partei schäme ich mich, den Vorsitzenden einer anderen politischen Partei hier besuchen zu müssen; einen Parteivorsitzenden zu besuchen, der seit 31 Tagen hier inhaftiert ist, während er eigentlich an der Spitze seiner Partei seine Oppositionsarbeit leisten sollte. In der Politik sind die Rechte der Parteivorsitzenden einander anvertraut. Der Wohnsitz von Ümit Özdağ ist Ankara, der Ort, an dem das angebliche Beleidigungsdelikt begangen wurde, ist Antalya, ein weiterer Ort, an dem ein anderes Delikt begangen worden sein soll, ist Kayseri. Wenn diese Verfahren in Ankara, Antalya oder Kayseri durchgeführt würden, wäre es zwar immer noch falsch, weil es einen Politiker trifft, aber es gäbe eine rechtliche Grundlage. Was bildet sich der Oberstaatsanwalt von Istanbul ein, in Gebieten tätig zu werden, für die er nicht zuständig ist? Er sagt dem Oberstaatsanwalt von Ankara: 'Du weißt nicht, wie man seinen Job macht, ich weiß es.' Er sagt zu Antalya: 'Da war ein Verbrechen, du hast es nicht gesehen; ich habe es gesehen.' Er sagt zu Kayseri: 'Du kannst dich bei unserem Präsidenten nicht so sehr einschmeicheln wie ich.' Kann es so etwas geben? Wir haben es mit einer Befugnisüberschreitung zu tun, für die keine Zuständigkeit besteht – was jeder weiß und der Oberstaatsanwalt von Ankara am besten weiß –, einer beruflichen Arroganz und einer Haltung, die auf Kollegen herabsieht.''

'WAS HIER INHAFTIERT IST, IST JOURNALISTISCHE TÄTIGKEIT'

Bezüglich der Inhaftierung von Suat Toktaş erklärte Özel, dass 'journalistische Tätigkeit inhaftiert' werde. Der CHP-Chef betonte, dass Toktaş ein erfolgreicher Journalist sei und dass der Bericht, der zur Inhaftierung führte, kein Verbrechen, sondern ein journalistischer Erfolg sei.

Özel kritisierte die Inhaftierung von Toktaş und sagte:

''Zusammen mit dem Besuch bei Herrn Ümit Özdağ ist Suat Toktaş, den ich hier zum ersten Mal besuche, seit 22 Tagen inhaftiert. Ich werde wiederholen, was ich immer sage: Was hier inhaftiert ist, ist journalistische Tätigkeit, nichts anderes. Suat Toktaş ist jemand, der bei den acht größten Fernsehsendern der Türkei in leitender Funktion tätig war und bisher in 30 verschiedenen Positionen im mittleren und oberen Management von Medienorganisationen gearbeitet hat. Er ist ein sehr erfahrener Journalist, der die ganze Angelegenheit aus der Perspektive einer Nachricht und der journalistischen Ethik betrachtet. Eine journalistische Tätigkeit, ein Politiker, hat den Namen eines Sachverständigen genannt und gesagt, dass ständig dieselbe Person unter 8.000 Menschen ausgewählt wird. Diese Person zu erreichen, ist ein journalistischer Erfolg. Indem er die Kritik dieser Person an Halk TV und an İmamoğlu veröffentlichte und dies auch ihnen gegenüber äußerte, wurde Journalismus betrieben. Ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt, aber die Arbeit an sich ist Journalismus. Die Arbeit, die Suat Toktaş geleistet hat, ist weithin anerkannt. Ich habe das persönlich verfolgt.''


Nachrichtenquelle: 12punto

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