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Polizeiposten am Ägyptischen Basar sorgt für Diskussionen: „Ein monströses Bauwerk“

Der am Eingang des Ägyptischen Basars errichtete Touristen-Polizeiposten steht im Zentrum der Kritik, da er sich optisch nicht in das historische Umfeld einfügt. Nutzer in den sozialen Medien äußern ihre Besorgnis, da sie befürchten, dass das Bauwerk die ästhetische Integrität des Basars beeinträchtigt.

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Polizeiposten am Ägyptischen Basar sorgt für Diskussionen: „Ein monströses Bauwerk“

12punto.com.tr / Aslı Ağırdil

Der Ägyptische Basar, einer der belebtesten Orte Istanbuls, zählt mit seiner historischen Atmosphäre, seiner traditionellen Architektur und seinen vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten zu den touristischen Anziehungspunkten der Stadt.

Der neue Polizeiposten, der am Eingang des Ägyptischen Basars – einem Ort, der in letzter Zeit verstärkt das Interesse von Touristen auf sich zieht – errichtet wurde, hat unter Nutzern in den sozialen Medien für Diskussionen gesorgt.

Diese neue Maßnahme schafft ein Bauwerk, das die historischen und kulturellen Werte des Ägyptischen Basars in den Schatten stellen könnte.

Es wird befürchtet, dass die Hinzufügung eines modernen Bauwerks, das nicht mit der traditionellen Basar-Atmosphäre harmoniert, den ästhetischen Werten des Marktes schadet.

DISKUSSIONEN IN DEN SOZIALEN MEDIEN

In den sozialen Medien hält die Debatte an. Ein Nutzer kommentierte das Bauwerk als „monströses Bauwerk“. Ein anderer Nutzer fragte: „Gibt es denn gar kein ästhetisches Verständnis?“

DIE GESCHICHTE DES ÄGYPTISCHEN BASARS

Der Ägyptische Basar, einer der lebhaftesten Orte Istanbuls, wurde in den 1660er Jahren als Teil des Yeni-Cami-Komplexes erbaut. Er ist einer der ältesten überdachten Basare Istanbuls. Der Basar erhielt seinen Namen, weil dort Gewürze, Heilkräuter und ähnliche Produkte aus Ägypten verkauft wurden.

Der L-förmig konzipierte Ägyptische Basar besteht aus 88 gewölbten Räumen. Der Basar verfügt über sechs Tore, und der Teil am Haseki-Tor ist zweistöckig. In jener Zeit wurden die oberen Stockwerke als Gericht genutzt; dort wurden Streitigkeiten zwischen den Händlern und ihren Kunden sowie unter den Händlern selbst beigelegt.

Auf dem Ägyptischen Basar, wo in der osmanischen Zeit auch pflanzliche Arzneimittel nach alten Rezepten hergestellt und verkauft wurden, findet man heute neben traditionellen Köstlichkeiten wie Gewürzen, Kräutertees, Nüssen, Trockenfrüchten, Fruchtleder (Pestil) und türkischem Honig (Lokum) auch Schmuck, Stoffe, Körbe und verschiedene Souvenirs.

Der Schweizer Ernest Mamboury, ein Französischlehrer am Galatasaray-Gymnasium, der einen bedeutenden Teil seines Lebens in der Türkei verbrachte, stellte den Ägyptischen Basar in seinem Istanbuler Touristenführer von 1925 vor. In dem Reiseführer wird erwähnt, dass auf dem Ägyptischen Basar eine große Vielfalt an Produkten verkauft wird. Insbesondere pharmazeutische Produkte sind zahlreich vertreten. Unter diesen finden sich getrocknete Blätter und Blumen sowie alle Arten von Gewürzen, aber auch Schlangenhäute, Schildkrötenpanzer und getrocknete Weichtiere. Die Produkte werden in sehr eleganten Glas- und Tonvasen präsentiert.

Der Ägyptische Basar ist seit Jahrzehnten ein beliebter Anlaufpunkt für Reisende, die ihre Taschen mit essbaren Souvenirs füllen möchten und auf der Jagd nach farbenfrohen Motiven sind.


Nachrichtenquelle: 12punto

Polizeiposten Ägyptischer Basar