Polizist, der unter dem Namen 'Bombacı Mülayim' soziale Medien nutzte, aus dem Dienst entlassen
Ein bei der Polizeidirektion Trabzon tätiger Polizeibeamter namens Vedat, der über den Social-Media-Account 'Bombacı Mülayim' Beiträge veröffentlichte, wurde aus dem Polizeidienst entlassen.
Ein bei der Polizeidirektion Trabzon tätiger Polizeibeamter namens Vedat, der über den Social-Media-Account 'Bombacı Mülayim' Beiträge veröffentlichte, wurde nach einer 70-tägigen Haftstrafe aus dem Polizeidienst entlassen. Der Journalist Barış Terkoğlu verfasste einen ausführlichen Artikel über den Polizeibeamten.
Terkoğlu berichtete, dass der betroffene Polizeibeamte im Rahmen einer von der Staatsanwaltschaft Bitlis eingeleiteten Untersuchung festgenommen wurde. In der Nachricht des Polizisten waren Informationen enthalten, wonach die Ehefrau des Polizeichefs von Bitlis, die ebenfalls Polizistin ist, bei den Wahlen die AKP unterstützt und den Dienstwagen genutzt habe. Nach diesem Beitrag wurde Vedat von der Polizei in Bitlis festgenommen. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurden verschiedene digitale Daten beschlagnahmt, woraufhin er 70 Tage lang inhaftiert blieb.
Nach der Festnahme von Vedat eskalierte der Vorfall durch Pressemitteilungen der Generaldirektion für Sicherheit und des Gouverneursamtes von Bitlis. Es wurden zahlreiche Anschuldigungen und Verleumdungen gegen ihn erhoben. Untersuchungen ergaben jedoch, dass es sich bei den 3.000 Seiten an Dokumenten, die Polizisten betrafen, keineswegs um geheime Informationen handelte und die Vorwürfe, Vedat habe Personen für Terrororganisationen zur Zielscheibe gemacht, nicht der Wahrheit entsprachen. In diesem Prozess war auch die Bewertung von Hilfsleistungen für Straßentiere als "Vorteilsnahme" ein bemerkenswerter Punkt.
Aufgrund seiner Inhalte und Social-Media-Nachrichten wurden Disziplinarverfahren gegen Vedat eingeleitet. Letztendlich wurde Vedat mit Begründungen wie "Zielscheibe für Terrororganisationen", "Vorteilsnahme" und "Disziplinarvergehen" aus dem Polizeidienst entlassen. Zudem wurde eine Geldstrafe in Höhe von 26.000 TL verhängt. Die Situation von Vedat, der nach seiner Festnahme und Inhaftierung während des laufenden Gerichtsverfahrens entlassen wurde, verdeutlichte zudem die Widersprüche zwischen der Polizei und staatlichen Institutionen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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