Propagandatext der Kommunikationsdirektion durchgesickert: Kritik wegen „Eifer für Nordkorea“
Ein von der Kommunikationsdirektion an die Lokalpresse versandter Wirtschaftstext, der behauptet, die türkische Wirtschaft habe Rekordwerte erreicht, stieß auf Kritik, da er die Schwierigkeiten der Bürger im Alltag ignoriert.
Die Regionaldirektion der Kommunikationsdirektion hat mit einem an die Lokalpresse versandten „Propaganda“-Text den Zustand der türkischen Wirtschaft gelobt. In dem Text wurden Behauptungen aufgestellt, wonach die Wirtschaftskraft der Türkei gestiegen sei, die Reserven Rekordwerte erreicht hätten, die Inflation gesunken sei und die Börse Rekorde gebrochen habe. Die positive Darstellung im Text steht jedoch im Widerspruch zur Realität der Bürger, die im Alltag mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
In dem unter der Überschrift „Die türkische Wirtschaft an einem historischen Wendepunkt“ präsentierten Text wird behauptet, dass die höchsten Reserveniveaus der republikanischen Geschichte erreicht wurden, die Inflation seit 14 Monaten ununterbrochen sinkt und die Börse neue Höchststände erreicht hat. Zudem wird erklärt, dass die Kreditwürdigkeit der Türkei gestiegen sei und das Land widerstandsfähig gegenüber externen Schocks sei. Diese im Text angeführten Erfolge stehen jedoch im Widerspruch zur tatsächlichen wirtschaftlichen Schrumpfung und den Problemen der Bevölkerung mit den Lebenshaltungskosten.
BEHAUPTUNG EINES HISTORISCHEN ANSTIEGS DER ZB-RESERVEN
Im Text der Kommunikationsdirektion wird behauptet, dass es einen historischen Anstieg bei den Reserven der Zentralbank gegeben habe. Es wird behauptet, dass die Reserven, die im Mai 2023 bei 98,5 Milliarden Dollar lagen, bis August 2025 auf 176,5 Milliarden Dollar gestiegen seien. Dies wird als „konkretester Indikator für das Vertrauen in die türkische Wirtschaft“ bezeichnet. Solche Daten werden jedoch im Vergleich zum Rückgang der Kaufkraft der Bevölkerung und der Wirtschaftskrise als umstrittene Behauptung angesehen.
DIE REALITÄTEN DER BEVÖLKERUNG NICHT ERWÄHNT
Die Behauptungen des Textes über Investitionen in der Erdbebenregion decken sich nicht mit den Erfahrungen der Menschen vor Ort. Viele Bürger in der Erdbebenregion haben nach wie vor Schwierigkeiten beim Zugang zu Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und Gesundheitsdiensten. Die Kommunikationsdirektion gibt an, dass in den letzten zwei Jahren 3 Billionen TL (75 Milliarden Dollar) für das Erdbeben ausgegeben wurden, doch die Auswirkungen dieser Hilfen auf den Alltag der Menschen sind begrenzt. Die täglich steigenden Lebenshaltungskosten, die Arbeitslosenquoten und die zunehmende Armut bilden einen Kontrast zu den Behauptungen des Textes.
BEHAUPTUNG EINER „HISTORISCHEN VERBESSERUNG“ BEIM LEISTUNGSBILANZDEFIZIT
Im Text wird erklärt, dass es beim Leistungsbilanzdefizit der Türkei eine „historische Verbesserung“ gebe und für Ende 2025 ein Leistungsbilanzüberschuss erwartet werde. Die Spannungen in der Wirtschaft, die Wechselkursschwankungen und die hohen Zinssätze zeigen jedoch, dass solche Behauptungen nicht die Realität widerspiegeln.
Nachrichtenquelle: 12punto
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