Radikaler Schritt der IMM gegen den Verkehr: Flexible Arbeitszeiten sollen gefördert werden
Im strategischen Aktionsplan, der auf dem von der Stadtverwaltung Istanbul (IMM) organisierten Istanbuler Verkehrsworkshop vorgestellt wurde, wurden flexible Arbeitszeiten zur Reduzierung der Verkehrsdichte, regionale Parkgebühren, Umweltzonen sowie der Ausbau von „Park & Ride“-Anwendungen als Ziele festgelegt.
Ein umfassender Fahrplan für die seit langem ungelösten Verkehrsprobleme Istanbuls wurde im Rahmen des von der Stadtverwaltung Istanbul (IMM) organisierten Istanbuler Verkehrsworkshops der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf dem Workshop wurde ein strategischer Aktionsplan präsentiert, der aus 6 Hauptthemen besteht und darauf abzielt, die aktuelle Verkehrsbelastung der Stadt zu verringern und die zukünftige Transportvision zu gestalten.
Es wurde mitgeteilt, dass der Workshop, der auf dem Florya-Campus der Istanbuler Planungsagentur (İPA) stattfand, unter der Koordination der IMM-Verkehrsabteilung organisiert wurde. An der Veranstaltung nahmen Akademiker von 61 Universitäten, Vertreter von 39 Bezirksverwaltungen sowie Berufsverbände aus dem Verkehrssektor teil. Der am Ende des Workshops vorgestellte und dem Wissenschaftlichen Beirat zur Bewertung vorgelegte Plan wurde als „Verkehrsverfassung Istanbuls“ bezeichnet.
1. SCHIENENGEBUNDENE, NAHTLOSE INTEGRATION
Im ersten Punkt des strategischen Plans wurde erklärt, dass Schienensysteme als das Hauptverkehrsrückgrat Istanbuls betrachtet werden. Ziel sei es, alle Verkehrsarten physisch und digital miteinander zu vernetzen.
In diesem Zusammenhang wurde mitgeteilt, dass die vollständige Integration von Minibuslinien in das Istanbulkart-System, der verbesserte Zugang zu Stationen mit Mikromobilitätsfahrzeugen wie E-Scootern und Fahrrädern sowie die Einführung KI-gestützter Leitsysteme geplant sind. Es wurde berichtet, dass Umsteigezentren nicht nur als Durchgangspunkte, sondern als soziale und komfortable Räume gestaltet werden sollen.
2. VERKEHRSNACHFRAGEMANAGEMENT UND FLEXIBLE ARBEITSZEITEN
Es wurde erklärt, dass das Verkehrsproblem nicht nur durch den Bau neuer Straßen, sondern durch Nachfragemanagement reduziert werden soll. Unter dieser Überschrift wurde die Förderung gestaffelter und flexibler Arbeitszeiten angekündigt.

Darüber hinaus wurde mitgeteilt, dass eine regionale Neuregelung der Parkgebühren, die Ausweisung einiger Gebiete, insbesondere der Historischen Halbinsel, als „Umweltzone“ und die Einschränkung der Einfahrt von Privatfahrzeugen in diese Gebiete auf der Tagesordnung stehen. Um die Einfahrt von Fahrzeugen in das Stadtzentrum zu reduzieren, sei der Ausbau von „Park & Ride“-Systemen geplant.
3. INTELLIGENTES VERKEHRSMANAGEMENT UND INFRASTRUKTUR
Es wurde erklärt, dass technologische Lösungen implementiert werden sollen, um die bestehende Straßenkapazität effizienter zu nutzen. Geplant seien ein Echtzeit-Verkehrsmanagement, Busspuren mit Vorrang für den öffentlichen Nahverkehr sowie geometrische Verbesserungen an Kreuzungen.
Zudem wurde mitgeteilt, dass die Befugnisse zur Verkehrsüberwachung mit den lokalen Behörden geteilt und das Management von Verkehrsverstößen gestärkt werden sollen.
4. STADTPLANUNG UND VERKEHRSBEZIEHUNG (MAKROFORM)
Um ungeplante Urbanisierung zu verhindern, soll die Flächennutzung zeitgleich mit der Verkehrsplanung erfolgen. Es wurde erklärt, dass durch eine ganzheitliche Planung von Arbeits-, Wohn- und Bildungsgebieten die notwendigen Reisezeiten verkürzt werden sollen.

5. KATASTROPHENRESISTENTES VERKEHRSNETZ
Im Rahmen der Vorbereitung auf ein mögliches Istanbul-Erdbeben wurde die Widerstandsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur in den Vordergrund gestellt. Es wurde erklärt, dass die Verstärkung kritischer Brücken und Viadukte sowie die Aufrechterhaltung von Notfallverkehrswegen und Evakuierungskorridoren geplant sind.
Zudem wurde die Einrichtung von Protokollen für den Datenaustausch zwischen Institutionen im Katastrophenfall vorgesehen.
6. VERKEHRSGEWERBE UND DIENSTLEISTUNGSQUALITÄT
Es wurde mitgeteilt, dass die Arbeitsstandards der Fahrer und Gewerbetreibenden, die als Vertreter der Verkehrsdienste vor Ort tätig sind, angehoben werden sollen. Die Standardisierung von Fahrerschulungen, die Verbreitung der Lizenz für elektronisches Verkehrsmanagement und die Erhöhung der Einkommensvielfalt der Gewerbetreibenden seien geplant.
Auch der Kampf gegen illegale Beförderung wurde unter diesem Punkt behandelt.
ISTANBULER VERKEHR IN ZAHLEN VON 2019 BIS HEUTE
Auf dem Workshop wurden auch Daten zu den Investitionen der IMM in den Verkehr seit 2019 geteilt. Es wurde bekannt gegeben, dass der Anteil der Schienensysteme am öffentlichen Nahverkehr in diesem Zeitraum von 35,5 Prozent auf 43 Prozent gestiegen ist.
SCHIENENSYSTEM: Es wurde mitgeteilt, dass 6 neue U-Bahn-Linien mit einer Länge von 65,1 Kilometern und 62 Stationen in Betrieb genommen wurden.
VERKEHR MIT GUMMIBEREIFTEN FAHRZEUGEN: Es wurde berichtet, dass die IETT-Flotte um 785 neue Fahrzeuge und 250 Elektrobusse erweitert wurde.
TAXI-TRANSFORMATION: Die Anzahl der Taxis wurde von 17.395 auf 20.311 erhöht und mit 2.500 app-basierten Taxis der digitale Transformationsprozess eingeleitet.
FAHRRAD UND PARKPLÄTZE: Das Radwegenetz erreichte 569 Kilometer, und mit 67 neuen Parkplätzen wurde eine Kapazität für über 21 Tausend Fahrzeuge geschaffen.
SOZIALE UNTERSTÜTZUNG: Es wurde festgehalten, dass mehr als 861 Tausend Mütter mit der „Anne Kart“-Anwendung (Mutter-Karte) von kostenlosen Transportmöglichkeiten profitieren.
Nachrichtenquelle: 12punto
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