Rant-Spiel unter dem Vorwand des Erdbebens: 16.922 Eigentumsimmobilien in Istanbul 2025 im Visier von „Reservegebieten“
Daten zu den im Rahmen des Gesetzes Nr. 6306 durchgeführten Anwendungen für Reservegebiete sorgen für Aufsehen. Während im Jahr 2025 in der gesamten Türkei 22.062 unabhängige Einheiten als Reservegebiete ausgewiesen wurden, wirft die Tatsache, dass 16.922 davon in Istanbul liegen, erneut Fragen zu den Auswirkungen dieser Praxis auf Eigentumsrechte und die Politik der Stadterneuerung auf.
Die im Rahmen des Gesetzes Nr. 6306 durchgeführte Anwendung als „Reservegebiet“ hat sich zu einem Instrument der „Rant-Politik“ entwickelt, das Bürgern ihr Eigentum entzieht. Dokumenten zufolge wurden im Jahr 2025 allein in Istanbul 16.922 unabhängige Einheiten als Reservegebiete eingestuft, während diese Zahl in der gesamten Türkei 22.062 erreichte.
Das Bild hinter den „Stadterneuerungs“- und „Reservebaugebiets“-Anwendungen, die unter dem Vorwand eines möglichen schweren Marmara-Erdbebens beschleunigt wurden, kommt immer mehr ans Licht. Die Eigentumswohnungen und Grundstücke, die sich die Bürger über Jahre hinweg mühsam erarbeitet haben, laufen Gefahr, durch Entscheidungen zu „Reservegebieten“, die mit dem Risiko einer Katastrophe begründet werden, enteignet zu werden.
DAS ZENTRUM DES RANTS IST WIEDER ISTANBUL
Den Daten zufolge wurden im Jahr 2025 in der gesamten Türkei insgesamt 22.062 unabhängige Einheiten als Reservegebiete ausgewiesen. Dass der eigentliche Schwerpunkt dieser Anwendung jedoch Istanbul ist, wo der Rant durch Grundstücke und Immobilien am höchsten ist, wurde durch die Zahlen erneut bestätigt. 16.922 unabhängige Einheiten, die den überwiegenden Teil der Entscheidungen zu Reservegebieten in der gesamten Türkei ausmachen, befinden sich allein innerhalb der Grenzen Istanbuls.
Dem offiziellen Bericht zufolge wurden im Rahmen des Gesetzes Nr. 6306 in ganz Istanbul Arbeiten zur „Feststellung der Eigentumsrechte und des Immobilienwerts“ für 16.922 unabhängige Einheiten eingeleitet. Aus dem Bericht geht hervor, dass auch alteingesessene Wohnanlagen in verschiedenen Bezirken Istanbuls direkt in das Projekt einbezogen sind.
Einige der in den Dokumenten aufgeführten und einbezogenen Gebiete sind wie folgt aufgelistet:
Bezirk Ataşehir, Stadtteil Kayışdağı (Kanarya-Siedlung) - 164 unabhängige Einheiten
Bezirk Avcılar, Stadtteil Ambarlı (Usaş-Siedlung) - 102 unabhängige Einheiten
Bezirk Bağcılar, Stadtteil 15 Temmuz (Çapa-Siedlung) - 198 unabhängige Einheiten
Bezirk Bağcılar, Stadtteil İnönü (Dilek-Siedlung) - 283 unabhängige Einheiten
Bezirk Bağcılar, Stadtteil Kirazlı (Anakent Gözde-Siedlung) - 90 unabhängige Einheiten
„UNSERE EIGENTUMSWOHNUNGEN WERDEN UNS WEGGENOMMEN“
Die mangelnde Transparenz bei der Umsetzung der Anwendung und die Verletzung von Eigentumsrechten stoßen in der Öffentlichkeit auf großen Widerstand. Experten und Bürger, die Gefahr laufen, zu Opfern zu werden, erklären, dass der Prozess weniger der Erdbebensicherheit diene, sondern vielmehr das Ziel verfolge, wertvolle Grundstücke in den Stadtzentren zu beschlagnahmen.
Bürger, die argumentieren, dass der Rant Istanbuls unter dem Deckmantel des „Erdbebens“ abgeschöpft werde, äußern ihren Unmut gegenüber den Behörden mit den Worten: „Unter dem Namen Reservegebiet wird das Eigentum der Bürger regelrecht geraubt. Unser Recht auf sicheren Wohnraum wird Rant-Projekten geopfert.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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