Rechtsextreme protestieren in England vor Hotel für Asylbewerber
Hunderte Menschen sind in England einem Aufruf der rechtsextremen English Defence League (EDL) zu fremdenfeindlichen und islamfeindlichen Protesten gefolgt und haben vor einem Hotel für Asylbewerber gewaltsame Ausschreitungen verübt.
In einer englischen Stadt versammelten sich Hunderte Menschen vor einem Hotel, in dem Asylbewerber und irreguläre Migranten untergebracht sind, nachdem die rechtsextreme English Defence League (EDL) zu fremdenfeindlichen und islamfeindlichen Aktionen aufgerufen hatte.
Es kam zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, wobei die Aktivisten Steine und Flaschen auf die Fenster des Hotels warfen.
In sozialen Medien verbreitete Aufnahmen zeigten, wie Rechtsextreme die Scheiben im Erdgeschoss des Hotels einschlugen und versuchten, das Gebäude in Brand zu setzen. Die Polizei hatte Schwierigkeiten, die Angreifer vom Gebäude fernzuhalten.

Die Aktivisten warfen Feuerlöscher und Stühle auf das Gebäude und versuchten, die Türen des Hotels zu verbarrikadieren, um die Menschen im Inneren am Verlassen des Gebäudes zu hindern. Ein kleiner Brand im Hotel konnte gelöscht werden, bevor er sich ausbreitete.
Gleichzeitig fand in der Stadt Middlesbrough ein Marsch von etwa 300 Rechtsextremen statt. Die Polizei griff ein, als die Aktivisten versuchten, die Bewegung von Polizeifahrzeugen zu blockieren, und nahm zwei Personen fest. Die Demonstranten bewarfen Polizeihunde und Bereitschaftspolizisten mit Flaschen und E-Zigaretten.
In der Stadt Bolton forderte die Polizei die Beendigung der Aktionen und rief dazu auf, sich bis 22.00 Uhr Ortszeit (00.00 Uhr türkischer Zeit) nicht erneut zu versammeln. Der Polizei wurden im gesamten Stadtgebiet Befugnisse erteilt, Aktionen zu unterbinden, Durchsuchungen durchzuführen und Festnahmen vorzunehmen.

Diese Ereignisse begannen, nachdem rechtsextreme Aktivisten nach einer Messerattacke in der Stadt Southport ihre Gewaltbereitschaft gesteigert hatten. Nach dem Vorfall, bei dem ein Messerstecher drei Kinder tötete und zehn Personen, darunter acht Kinder, verletzte, organisierten Rechtsextreme Proteste, indem sie die Behauptung verbreiteten, der Verdächtige sei ein muslimischer Asylbewerber, der im vergangenen Jahr ins Land gekommen sei.

Obwohl die Polizei erklärte, dass der Verdächtige ein in Cardiff geborener 17-jähriger Junge sei, setzten Rechtsextreme ihre Aktionen gegen Muslime und Migranten fort. Die Proteste weiteten sich landesweit auf Angriffe auf Moscheen und Polizeistationen aus. Bei den gestrigen Aktionen nahm die Polizei mehr als 90 Personen fest. Rechtsextreme kündigten an, in den kommenden Tagen und in der nächsten Woche in vielen Städten neue Aktionen zu organisieren.
Nachrichtenquelle: 12punto
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