Regen an Bußgeldern im Straßenverkehr: 3,5-facher Anstieg
In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden 14 Millionen 407 Tausend Strafzettel im Straßenverkehr ausgestellt. Die Einnahmen des Finanzministeriums aus diesen Bußgeldern beliefen sich auf 14,6 Milliarden TL.
Während Millionen von Arbeitnehmern und Rentnern unter der hohen Inflation keine Lohnerhöhungen erhalten, hat die Wirtschaftsverwaltung das Volk neben neuen Steuern auch mit Bußgeldern im Straßenverkehr belastet.
Laut einem Bericht von Havva Gümüşkaya von Birgün wurden nach Daten der Verkehrsbehörde der Generaldirektion für Sicherheit (Emniyet Genel Müdürlüğü) in den ersten sechs Monaten des Jahres 13,4 Millionen Strafzettel ausgestellt. Allein im Juni wurden 2 Millionen 357 Tausend Bußgelder verhängt. Im Zuständigkeitsbereich der Gendarmerie wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 insgesamt 961.253 Strafzettel ausgestellt. Der Geldwert der von der Gendarmerie verhängten Bußgelder belief sich auf 2 Milliarden 698 Millionen 27 Tausend TL.
EINNAHMEN AUS VERKEHRSBUßGELDERN UM DAS 3,5-FACHE GESTIEGEN
Parallel zur Anzahl der verhängten Strafzettel sind auch die Einnahmen des Finanzministeriums aus Verkehrsbußgeldern in die Höhe geschnellt. Das Finanzministerium verzeichnete im Zeitraum Januar bis Mai Einnahmen in Höhe von 14 Milliarden 596 Millionen TL unter der Bezeichnung Verkehrsbußgelder. Von dem zu Jahresbeginn für den Posten Verkehrsbußgelder festgelegten Budgetziel von 20 Milliarden 528 Millionen TL wurden bereits 70 Prozent im Zeitraum Januar bis Mai eingenommen.
Im Vergleich zum Zeitraum Januar bis Mai 2023, in dem das Finanzministerium 4 Milliarden 212 Millionen TL an Einnahmen aus Verkehrsbußgeldern verzeichnete, sind die Einnahmen innerhalb eines Jahres um das etwa 3,5-fache gestiegen.
GELDBUßEN IN DIE HÖHE GESCHNELLT
Nicht nur Verkehrsbußgelder, sondern auch andere Geldstrafen haben sich zu einer unverzichtbaren Einnahmequelle für den Staat entwickelt. Die unter vier verschiedenen Rubriken – gerichtliche, administrative, steuerliche und sonstige Bußgelder – zusammengefassten Geldstrafen erreichten im Zeitraum Januar bis Mai 48 Milliarden TL.
Von den Geldstrafen, die in den letzten Jahren einen bedeutenden Platz in den Einnahmen des Zentralhaushalts einnehmen, entfielen 51 Prozent auf Steuerstrafen und 44 Prozent auf administrative Bußgelder.
Während im gleichen Zeitraum des Vorjahres 12,6 Milliarden TL an Bußgeldern eingenommen wurden, beliefen sich die Gesamteinnahmen für das Jahr 2023 auf 60,5 Milliarden TL. Mit anderen Worten: 79 Prozent der gesamten Bußgeldeinnahmen des letzten Jahres flossen bereits in den ersten fünf Monaten dieses Jahres in die Kassen des Finanzministeriums.
Zu Beginn des Jahres 2024 wurde bei Steuern, Gebühren und Bußgeldern eine Erhöhung um den Neubewertungssatz von 58,46 Prozent vorgenommen. Seit Januar stieg das Bußgeld für das Überfahren einer roten Ampel auf 1.506 TL und das Bußgeld für Falschparken auf 690,89 TL. Das Bußgeld für das Überschreiten der Geschwindigkeitsbegrenzung um 10 bis 30 Prozent stieg auf 1.506 TL, bei einer Überschreitung von mehr als 50 Prozent auf 6.439 TL. Das Bußgeld für das Führen eines Fahrzeugs unter Alkoholeinfluss lag zwischen 6.439 TL und 12.977 TL. Das Bußgeld für das Telefonieren mit dem Mobiltelefon während der Fahrt betrug 1.510 TL.
Der Neubewertungssatz für das Jahr 2025 wird mit der Bekanntgabe der Inflationszahlen für Oktober feststehen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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