Regierungsnahe Zeitung berichtet aus Kandil: Behauptung, Bahçelis Öcalan-Vorstoß habe die PKK gespalten
Nach dem Aufruf des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli an den Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, soll sich Kandil in vier Lager gespalten haben. Die regierungsnahen Medien veröffentlichten die Namen der Terroristen, die sich weigern, dem Terroristenführer Öcalan zu folgen.
Der Aufruf des Vorsitzenden der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), Devlet Bahçeli, an den Terroristenführer Abdullah Öcalan während der Fraktionssitzung seiner Partei – „Er soll kommen und in der Fraktionssitzung der DEM-Partei im Parlament sprechen“ – hat für großes Aufsehen gesorgt.
Es wird behauptet, dass Bahçelis Äußerungen, die in der Öffentlichkeit auf Kritik stießen, in Kandil für Unruhe gesorgt haben. Zwischen den Terroristen, die „die Waffen niederlegen“ wollen, und dem „Falkenflügel“ sei es zu Spannungen gekommen.
Laut einem Bericht der regierungsnahen Zeitung Türkiye habe sich die Terrororganisation PKK nach dieser Erklärung in vier Gruppen gespalten. Es wird behauptet, dass eine Gruppe innerhalb der PKK die Initiative des Terroristenführers Öcalan anerkennen wolle und vorschlage, notfalls die Waffen niederzulegen, in den Irak in die von der KDP kontrollierten Städte zu ziehen und sich an politischen Aktivitäten zu beteiligen.
REGIERUNGSNAHE ZEITUNG NENNT NAMEN DER WIDERSPENSTIGEN TERRORISTEN
Die regierungsnahe Zeitung schrieb, dass die von Cemil Bayık, Bese Hozat, Duran Kalkan, Ali Haydar Kaytan und Helin Ümit angeführten Personen darauf beharrten, die Waffen nicht niederzulegen, egal was Öcalan sage.
Auch die europäische Struktur der Organisation unterstütze den Falkenflügel. Eine weitere Gruppe von Terroristen soll dafür plädiert haben, den Namen PKK zu ändern und mit einer neuen Organisation weiterzumachen. Ein anderes Team habe sich dafür ausgesprochen, nach Syrien zu gehen und sich der PYD-YPG anzuschließen.
TUSAŞ-ANGRIFF
In dem Bericht der regierungsnahen Zeitung Türkiye wurde auch der TUSAŞ-Angriff thematisiert. Der Behauptung zufolge habe der TUSAŞ-Angriff, bei dem 5 Menschen ihr Leben verloren, den Zerfall innerhalb der PKK beschleunigt.
Die DEM-Partei bezeichnete den Angriff als eine Aktion, die den Prozess sabotiere. Die Front in Kandil hingegen habe den feigen Angriff zunächst nicht für sich beansprucht, ihn dann aber als eine Aktion des sogenannten „Bataillons der Unsterblichen“ bekannt gegeben.
„WENN ÖCALAN EINEN AUFRUF STARTET, BLEIBT VON KANDILS WIDERSTAND NICHTS ÜBRIG“
Abdurrahim Semavi, der einst selbst der Organisation angehörte, erklärte, dass Kandil besorgter sei als je zuvor und dass die Organisation durch einen Aufruf Öcalans zu Frieden und Zusammenarbeit zerfallen werde. Semavi sagte: „Wenn Öcalan von außen einen Aufruf startet, bleibt von Kandils Widerstand nichts mehr übrig. Die widersprüchlichen Erklärungen liegen genau daran. Vielleicht versuchen einige von ihnen andere Wege, aber die derzeitige Organisation wird verschwinden.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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