Rekordstrafe für Gastronomiebetrieb nach Vorfall mit beleidigenden Raki-Gläsern
Nachdem behauptet wurde, dass im Lokal der Mülkiyeliler Birliği im Istanbuler Stadtteil Üsküdar Raki-Gläser mit beleidigenden Aufschriften serviert wurden, führte das Ministerium eine Inspektion durch. Dabei wurden Verstöße gegen die Preisverordnung festgestellt und ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 487.000 TL verhängt.
Nachdem bekannt wurde, dass im Lokal der Mülkiyeliler Birliği im Istanbuler Stadtteil Kuzguncuk (Bezirk Üsküdar) Raki-Gläser mit beleidigenden Ausdrücken an Gäste serviert worden sein sollen, hatte der Gouverneur von Istanbul, Davut Gül, eine Untersuchung und Prüfung des Betriebs angekündigt.
Die Mülkiyeliler Birliği hatte ihrerseits erklärt, dass die betreffenden Gläser von den Gästen selbst mitgebracht worden seien. Nach den vom Handelsministerium durchgeführten Kontrollen im Betrieb wurde nun bekannt gegeben, dass Verstöße gegen die Preisverordnung festgestellt wurden.
Der stellvertretende Handelsminister Mahmut Gürcan teilte mit, dass für 154 Produkte im Betrieb ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 487.564 TL verhängt wurde.
Gürcan äußerte sich zu der Kontrolle über seinen Social-Media-Account wie folgt:
"Wie bereits vom Gouverneur von Istanbul, Herrn Davut Gül, betont, sind Inhalte, die das öffentliche Gewissen verletzen und insbesondere abwertende sowie unmoralische Ausdrücke gegenüber Frauen enthalten, keinesfalls akzeptabel. Gegen solche Inhalte ergreifen viele öffentliche Institutionen, allen voran die zuständigen Justizbehörden, in koordinierter Weise die notwendigen Schritte.
Als Handelsministerium sind wir im Rahmen unserer Verantwortung ebenfalls tätig geworden. Unsere Inspektionsteams haben am 8. Juli eine Kontrolle in dem betreffenden Betrieb im Istanbuler Stadtteil Kuzguncuk (Bezirk Üsküdar) durchgeführt. Als Ergebnis der Kontrollen wurde festgestellt, dass gemäß dem Gesetz zum Schutz der Verbraucher Nr. 6502 gegen die Bestimmungen der Preisverordnung verstoßen wurde, da auf den Speisekarten an den Tischen das Datum der Preisänderung fehlte und die laut Preisverordnung am Eingang des Betriebs erforderliche Preisliste nicht vorhanden war.
Aufgrund dieser Feststellungen wurde für 154 Produkte im Betrieb ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 487.564 TL verhängt. Zudem wurden für 10 Produkte aus der Getränkegruppe, die im Betrieb zum Verkauf angeboten werden, die Einkaufs- und Verkaufsrechnungen der letzten drei Monate angefordert. Der betroffenen Partei wurde schriftlich mitgeteilt, dass diese Dokumente innerhalb von 7 Tagen bei unserer Provinzdirektion einzureichen sind. Nach der erforderlichen Bewertung werden die Daten zu diesen Produkten unserem Ausschuss für die Bewertung unlauterer Preise gemeldet. Als Handelsministerium werden wir unseren Kampf sowohl gegen gesetzeswidrige Praktiken als auch gegen Ansätze, die nicht mit gesellschaftlichen Werten vereinbar sind, entschlossen fortsetzen."
Nachrichtenquelle: 12punto
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