Rücktritte in der İYİ Parti wegen 'Türkei ohne Terror'
Der Provinzvorsitzende der İYİ Parti in Mardin, Süleyman Akar, gab gemeinsam mit den Bezirksvorständen von Artuklu, Dargeçit, Midyat, Savur, Mazıdağı, Nusaybin und Yeşilli den kollektiven Austritt aus ihrer Partei bekannt. In einer Erklärung gegenüber Presse und Öffentlichkeit wurde betont, dass diese Entscheidung nicht aus politischen Gründen, sondern aufgrund einer gewissensbedingten und historischen Verantwortung getroffen wurde.
Akar erklärte in seiner Stellungnahme, dass sie diesen Schritt unternommen hätten, um in der aktuellen politischen Atmosphäre der Türkei einen Beitrag zur Schaffung eines gesellschaftlichen Friedens und eines Umfelds der Brüderlichkeit zu leisten. Er betonte insbesondere, dass sie es für wichtig hielten, dass der jüngste Aufruf von Präsident Recep Tayyip Erdoğan zur "nationalen Einheit und Brüderlichkeit" auch vom MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, dem CHP-Vorsitzenden Özgür Özel und dem Ko-Vorsitzenden der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, unterstützt wurde.
"DIES IST EIN AUFRUF"
Akar erinnerte daran, dass Mardin eine Stadt sei, die aufgrund ihrer ethnischen und religiösen Vielfalt seit Jahrhunderten in Frieden lebe, und sagte: "Auf diesem Boden darf kein Blut mehr fließen, kein Kind darf ohne Mutter und keine Mutter ohne Kind bleiben. Dafür werden Ämter, Titel und Aufgaben geopfert; Hauptsache, in der Türkei herrschen dauerhafter Frieden, Gerechtigkeit und Ruhe."
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass Türken und Kurden bei der Gründung der Republik Seite an Seite gekämpft hätten, und betont, dass diese historische Verbundenheit durch den Prozess einer "Türkei ohne Terror" wiederbelebt werden müsse.
"İYİ PARTİ HAT ERWARTUNGEN NICHT ERFÜLLT"
Akar kritisierte, dass die İYİ Parti keinen Beitrag zu wichtigen Prozessen wie der in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) gegründeten Kommission für nationale Einheit und Solidarität geleistet habe, und erklärte, dass diese Haltung im Widerspruch zu den Forderungen der Bevölkerung stehe. Akar sagte: "Die Haltung der İYİ Parti gegenüber dem Friedensprozess hat uns dazu gezwungen, diese Entscheidung zu treffen, um unserer Verantwortung gegenüber unserem Volk gerecht zu werden."
Darüber hinaus erklärte Akar, dass der frühere Aufruf von Meral Akşener, "den Streit zwischen zwei Brüdern zu beenden", in der Bevölkerung ein positives Echo gefunden habe, diese Rhetorik sich jedoch nicht in der Parteipolitik widerspiegele.
Süleyman Akar und die Bezirksorganisationen gaben bekannt, dass sie ihren Kampf für Frieden, Gerechtigkeit und Brüderlichkeit in der kommenden Zeit nicht unter dem Dach einer politischen Partei, sondern als Unabhängige fortsetzen werden.
Zum Abschluss seiner Erklärung wünschte Akar allen Parteien und Abgeordneten, die in der Kommission für nationale Einheit und Solidarität tätig sind, Erfolg und sagte: "Wir glauben, dass mit dem Gebet und der Unterstützung unserer Nation jede Schwierigkeit überwunden werden kann."
Nachrichtenquelle: 12punto
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