Schleimalarm in Sarıyer: 'Die Gefahr wächst!'
An den Küsten von Sarıyer ist Meeresverschmutzung an die Oberfläche getreten. Umweltexperten warnten vor einer zunehmenden Gefahr durch Schleim (Müsilaj) und forderten dringende Maßnahmen für das Marmarameer.
Unterdessen wurde die Verschmutzung im Bosporus aus der Luft dokumentiert. Die im Meer vor Sarıyer entstandene Verschmutzung wurde am Strand sichtbar. Aufgrund der Verunreinigung schwamm Müll an der Meeresoberfläche und es wurden Quallen gesichtet. Die Ansammlung von Schmutz zusammen mit einem Schwarm toter Quallen wurde aus der Luft gefilmt. Die Aufnahmen zeigen, wie Müll die Wasseroberfläche bedeckt. Zafer Murat Çetintaş, Generalsekretär des Umweltbeirats Istanbul, äußerte sich zu dem auch als Meeresschleim bekannten Müsilaj und wies darauf hin, dass die Gefahr zunehme.

"AN DEN KÜSTEN SAMMELT SICH MASSIVE VERSCHMUTZUNG AN"
Der Generalsekretär des Umweltbeirats Istanbul, Zafer Murat Çetintaş, erklärte: "Eine der 54 Arten von Verschmutzungen, die die Meere belasten, ist das Zusammentreffen von Quallen, Müll und abgestorbenen Algen. Dies ist eine der Ursachen für die Bildung von Meeresschleim. An diesen Küsten sammelt sich massive Verschmutzung an. Wie man hier sehen kann, haben die Quallen begonnen, sich weiß zu verfärben und zu sterben. Die Quallen werden flüssig und sinken auf den Grund. Fische gibt es hier kaum noch. Aufgrund der Verschmutzung im Marmarameer und in den Meerengen ist die Fischvielfalt stark zurückgegangen. Heutzutage sinkt die Artenzahl noch weiter. Obwohl dies die Wandersaison ist, reicht der Sauerstoff am Meeresgrund nicht aus. Da die Fische keinen Sauerstoff mehr haben, sterben sie massenhaft", so seine Worte.

"Die Gefahr wird ein größeres Ausmaß annehmen und zunehmen"
Zafer Murat Çetintaş sagte: "Es ist wirklich sehr traurig, dass eine solche Verschmutzung an einem so berühmten Ort wie Sarıyer, dem Juwel Istanbuls, auftritt. Das ist ein jämmerlicher Zustand. Wir müssen Ozon-Generatoren an solchen Küstenabschnitten installieren. Egal ob es Hunderte oder Tausende sind, das Wichtigste ist, das Marmarameer zu retten, bevor die Kosten steigen. Es besteht eine so große Gefahr, dass man diesen Sommer nicht im Meer baden kann. Sie sehen hier gerade die Vorboten der Gefahr. Diese Gefahr wird ein größeres Ausmaß annehmen und zunehmen. Wenn kein Wind weht und das Wetter nicht rauer wird, wird der Schleim sehr stark zunehmen. Denn man stößt bereits auf den sogenannten Meeresschleim, der mit dem Tiefenwasser in die Gewässer des Bosporus gelangt ist".
Nachrichtenquelle: 12punto
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