Gerichtsbeschluss in Spanien: Telegram wird gesperrt!
Der spanische Nationale Gerichtshof hat die Aussetzung der Nutzung des Instant-Messaging-Dienstes Telegram angeordnet, da dem Unternehmen die unbefugte Nutzung urheberrechtlich geschützter audiovisueller Inhalte vorgeworfen wird.
Der spanische Nationale Gerichtshof hat die Aussetzung der Nutzung von Telegram beschlossen.
Der Richter am Nationalen Gerichtshof, Santiago Pedraz, prüfte die Anschuldigungen der Fernsehsender Mediaset, Atresmedia und Movistar Plus.
Richter Pedraz erkannte die Mängel bezüglich der Urheberrechte an und wies die in Spanien tätigen Telefonanbieter an, die Nutzung der Telegram-Anwendung so schnell wie möglich auszusetzen.
Obwohl die Ermittlungen zu den Vorwürfen noch andauern, ordnete Richter Pedraz die vorläufige Einstellung der Nutzung von Telegram an, da er dem Unternehmen vorwarf, "nicht zu kooperieren und die Bereitstellung bestimmter technischer Daten zu verweigern". Er bewertete diese Maßnahme als "notwendig, angemessen und verhältnismäßig".
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung ist die Nutzung der Telegram-App in Spanien zwar noch möglich, eine Abschaltung wird jedoch in Kürze erwartet.
Andererseits stieß die Entscheidung von Richter Pedraz bei einigen Gruppen auf Kritik.
Der Verbraucherverband Facua bezeichnete die Entscheidung als "unverhältnismäßig" und argumentierte, dass sie für Unternehmen, Organisationen sowie öffentliche und private Einrichtungen, die Inhalte an Millionen von Nutzern verbreiten, großen Schaden anrichten werde.
Auch Ione Belarra, die Vorsitzende der linken Oppositionspartei Podemos in Spanien, äußerte sich auf ihrem Social-Media-Account: "Eine ungerechte, zensorische und völlig unverhältnismäßige Maßnahme, die die Freiheiten bedroht."
Telegram, dessen Gründer die russischen Geschäftsleute Nikolai und Pavel Durov sind, wurde als Alternative zu WhatsApp ins Leben gerufen und ist seit 2013 in Betrieb.
Nachrichtenquelle: AA
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