Stellungnahme der DEM-Parteifraktion: 'Das Zwangsverwalter-Regime ist ein unbenannter Ausnahmezustand'
Nachdem das Innenministerium Zwangsverwalter in den von der DEM-Partei geführten Gemeinden Mardin, Batman und Halfeti eingesetzt hat, äußerte sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Gülistan Kılıç Koçyiğit. Koçyiğit erklärte: "Da bei den Wahlen am 31. März die Quellen der Plünderung versiegten, haben sie heute erneut Zwangsverwalter in die Gemeinden geschickt, um sich die Ressourcen des Volkes anzueignen."
Nachdem das Innenministerium Zwangsverwalter in den von der DEM-Partei geführten Gemeinden Mardin, Batman und Halfeti eingesetzt hat, äußerte sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Gülistan Kılıç Koçyiğit. Koçyiğit kündigte an, dass man gegen diesen Schlag gegen die Demokratie Widerstand leisten werde und die Partei in dieser Woche an keiner Ausschusssitzung teilnehmen werde.
Koçyiğit äußerte sich in ihrer Rede wie folgt:
In diesem Land wurden über einen sehr langen Zeitraum systematisch politische Maßnahmen gegen die Kurden angewandt. Die wichtigste dieser Maßnahmen war die Verallgemeinerung eines Ausnahmerechts. Wir haben dies im Allgemeinen durch die Justiz erlebt. Wir haben es bei den Unabhängigkeitsgerichten, den Staatssicherheitsgerichten, den Sondergerichten und bei der Anwendung des Ausnahmezustands gesehen. Tatsächlich wird versucht, die Kurden seit langer Zeit mit einem Ausnahmerecht zu regieren. Auch dieses heutige Zwangsverwalter-Regime ist eine Form des unbenannten Ausnahmezustands.
'ZWANGSVERWALTER EINGESETZT'
Da bei den Wahlen am 31. März alle Kanäle der Korruption und Plünderung abgeschnitten wurden und die Renten-Pipelines zu ihren eigenen Banden geschlossen wurden, haben sie heute erneut Zwangsverwalter eingesetzt, um sich die Ressourcen des Volkes anzueignen.
Die Zwangsverwaltung zerstört nicht nur die Ressourcen des Volkes. Es ist gleichzeitig eine Praxis, die die Sprache, die Kultur und das lokale Leben der Region vernichtet. Die Politik der Zwangsverwaltung ist eine Politik der Ablehnung und der Leugnung der Kurden.
Wir sind der einzige Fokus des Widerstands gegen all diese Komplotte. Weil wir gegen jede Art von Unterdrückung, Rechtswidrigkeit und den Raub des Volkswillens unsere Stimme erheben und Einspruch einlegen, kann die AKP heute nicht die Ordnung etablieren, die sie sich wünscht. Sie kann das von ihr angestrebte Regime nicht verwirklichen. Genau deshalb haben sie eine neue Angriffswelle gestartet. Indem sie versuchen, uns politisch zu vernichten, wollen sie das Regime errichten, das sie für ihre eigenen Zwecke benötigen. Für ihren eigenen Marsch an die Macht haben sie das Land in ein Land der Zwangsverwalter verwandelt.
'EINE GROSSE RECHTSWIDRIGKEIT'
Ist Ahmet Türk nicht derjenige, der neben dem Vizepräsidenten saß? Ist er jetzt ein Terrorist geworden? Wir sprechen hier von einer großen Rechtswidrigkeit. Inmitten all dieser Rechtswidrigkeiten müssen die Völker der Türkei wissen, dass wir als DEM-Partei heute und morgen genauso gegen Zwangsverwalter und den Raub des Volkswillens Widerstand leisten, wie wir es gestern getan haben.
Wir möchten folgenden Aufruf richten: Heute ist der Tag, an dem wir alle gemeinsam Widerstand leisten müssen. Vom äußersten Westen bis zum äußersten Osten der Türkei müssen alle politischen Parteien, NGOs, Frauenorganisationen und Rechtsorganisationen sowie alle, die sich in diesem Land für Demokratie und Gewissen aussprechen, zusammenkommen. Wir müssen uns gegen diese Unterdrückung vereinen. Denn wir wissen, dass das Land in ein großes Chaos abgleiten wird, wenn wir heute nicht gegen diese Unterdrückung Widerstand leisten.
Tatsächlich haben die heutigen Zwangsverwalter-Praktiken einmal mehr gezeigt, dass die Regierung keine Lösung will, sondern von der Lösungslosigkeit zehrt und nicht von Frieden, sondern von Krieg und Gewalt profitiert. Während alle Völker der Türkei morgens und abends gespannt vor den Fernsehprogrammen darauf warteten, wer welche Botschaft für Frieden und Dialog übermittelt, sehen wir, dass die Möglichkeit des Friedens erneut durch die Regierung vernichtet werden soll."
Nachrichtenquelle: 12punto
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