Stellungnahme der Familie des ermordeten Studenten und Taxifahrers
Der junge Student und Taxifahrer, der in Konya nach einem Streit im Straßenverkehr erstochen wurde, wurde gestern beigesetzt. Seine Angehörigen fordern, dass die Täter mit der höchstmöglichen Strafe belegt werden.
Die Beisetzung des 20-jährigen Studenten und Taxifahrers İbrahim Eren Peker, der bei einem Streit an einer Ampel vor dem Mevlana-Kulturzentrum im zentralen Stadtteil Karatay in Konya in seinem Fahrzeug erstochen wurde, fand gestern in Karaman statt. Sein Großvater Üzeyir Uysal (65), bei dem Peker in Karaman lebte, erklärte gegenüber Journalisten, er habe von dem Vorfall erfahren, als er zum Morgengebet aufstand. Uysal forderte abschreckende Strafen und betonte, dass verhindert werden müsse, dass das Leid, das ihre Familie getroffen habe, auch andere Familien treffe: „Die oberste Priorität der Türkei muss die Gerechtigkeit sein. Stirbt ein 19-jähriger junger Mensch wegen eines Streits um die Vorfahrt? Diese Täter verhalten sich so sicher, weil sie glauben, dass das Messerstechen keine Konsequenzen hat. Wenn sie zustechen, denken sie nicht darüber nach, ob das Opfer sterben wird oder nicht. Wir wollen, dass dieses System korrigiert wird. Wir fordern die höchstmögliche Strafe. Selbst wenn sie gefasst werden, mein Kind ist fort. Muss denn erst jemand sterben, damit jemand verhaftet wird? Das Justizsystem muss die oberste Priorität der Türkei sein. Das fordern wir von unserem Staat.“

„ER WOLLTE DIESES JAHR SEIN STUDIUM ABSCHLIESSEN UND INS AUSLAND GEHEN“
Auch sein Onkel, der Pädagoge Mehmet Uysal, erklärte, dass Eren vor sechs Monaten angefangen habe, an den Wochenenden als Taxifahrer zu arbeiten, um sich etwas dazuzuverdienen. Er beschrieb Eren als einen von seinem Umfeld sehr geschätzten jungen Mann, der sowohl arbeitete als auch studierte, und fügte hinzu:
„Eren war Student im zweiten Jahr an der Technischen Universität Konya, Fachbereich Möbel und Dekoration. In seiner Freizeit fuhr er Taxi. Er hatte Träume. Er wollte dieses Jahr sein Studium abschließen und ins Ausland gehen. Er war in seiner Freizeit gefahren, um die Kollegen am Taxistand zu entlasten. Unsere Kinder wachsen nicht einfach so heran. Diese Kinder sind diejenigen, die das Vaterland retten werden. Wir schicken sie los, aber leider kommen sie im Leichenwagen zurück. Das ist sehr schmerzhaft. Dieser Junge ist ohne Vater aufgewachsen. Er war wirklich arbeitsam. Nächste Woche wollten wir den Pass beantragen. Er lernte eine Sprache, er lernte Design. Seit sechs Monaten fuhr er in seiner Freizeit Taxi. Ein strahlender Junge mit einer vielversprechenden Zukunft. Wir haben unser Kind nach einem grausamen Angriff zu Grabe getragen. Das Justiz- und Strafvollzugssystem muss überprüft werden. Muss es erst in jedem Haus zu einer Tragödie kommen, bevor das Thema auf die Tagesordnung gesetzt wird? Diejenigen, die ins Gefängnis gehen, kommen leider oft als professionellere Mörder oder Diebe wieder heraus.“

„WIR HABEN 10 BIS 15 MESSERSTICHE GESEHEN“
Uysal betonte, dass sie die härteste Bestrafung der gefassten Verdächtigen fordern: „Ein Mensch wird nicht wegen eines Streits um die Vorfahrt grausam getötet. Ich habe ihn mit meinen eigenen Händen gewaschen. Ein Mensch wird nicht durchlöchert. Wir haben 10 bis 15 Messerstiche gesehen. In der Nähe des Alaaddin-Hügels waren sie wegen eines Vorfahrtstreits aneinandergeraten. Später, an einer Ampel in der Nähe von Mevlana, haben sie ihm den Weg abgeschnitten. Der Junge konnte gar nicht begreifen, was geschah. Sobald er aus dem Auto stieg, haben sie ihn dort zu Boden gestreckt. Drei Personen sind gleichzeitig über ihn hergefallen. Er konnte sich irgendwie befreien, ist aber 10 Meter weiter zusammengebrochen. Nachdem er gefallen war, erhielt er die tödlichen Stiche. Sie haben sein Herz, seine Brust, seinen ganzen Körper zerfetzt. Das ist nichts, was ein normaler Mensch tun könnte. Dies ist ein grausam begangener Mord.“

Nachrichtenquelle: İHA
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