Stellungnahme des Kandilli-Observatoriums zu 'Daten'-Berichten
Das Kandilli-Observatorium hat Berichte klargestellt, wonach Daten des geomagnetischen Observatoriums nicht zugänglich seien.
In einer über das Social-Media-Konto des Kandilli-Observatoriums veröffentlichten Erklärung wurde mitgeteilt, dass die Berichte über Schwierigkeiten beim Zugriff auf Daten unbegründet seien.
Hier ist die von Kandilli veröffentlichte Pressemitteilung:
PRESSEMITTEILUNG
Erklärung zu geomagnetischen Daten und in der Öffentlichkeit kursierenden Behauptungen
In den letzten Tagen gab es in verschiedenen Medien und auf Social-Media-Plattformen unbegründete Behauptungen, dass kein Zugriff auf die Daten unseres geomagnetischen Observatoriums möglich sei und unsere Systeme abgeschaltet wurden. Um die Öffentlichkeit korrekt zu informieren und der entstandenen Informationsverwirrung entgegenzuwirken, wurde diese Erklärung zu den technischen und wissenschaftlichen Aspekten des Themas für notwendig erachtet.
Das geomagnetische Observatorium Istanbul–Kandilli (ISK) wurde 1947 gegründet und nach Abschluss von Modernisierungsarbeiten im Jahr 1997 in das internationale Netzwerk geomagnetischer Observatorien (INTERMAGNET) aufgenommen. Die mit der Zeit zunehmende Bebauung in Istanbul, der dichte Fahrzeugverkehr und das durch metallische Elemente in der Umgebung verursachte künstliche magnetische Rauschen haben es jedoch unmöglich gemacht, die im Observatorium durchgeführten Messungen weiterhin gemäß internationalen Präzisionsstandards durchzuführen.
Um die Datenkontinuität zu gewährleisten und internationale wissenschaftliche Qualitätsstandards zu wahren, hat unser Institut in einer von magnetischer Verschmutzung entfernten und isolierteren Region in İznik (IZN) ein geomagnetisches Observatorium eingerichtet, an dem die Messungen seit Jahren erfolgreich fortgesetzt werden.
Bei diesem Prozess handelt es sich nicht um eine „Schließung“, sondern um eine Modernisierungs- und Standortverlagerungsmaßnahme, die im Einklang mit wissenschaftlichen Erfordernissen durchgeführt wurde.
Die Hauptaufgabe geomagnetischer Observatorien besteht darin, Veränderungen im Magnetfeld der Erde zu überwachen. Im Rahmen des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands und des technologischen Niveaus ist es nicht möglich, allein auf Basis geomagnetischer Daten eine zuverlässige Erdbebenvorhersage zu treffen, die Ort, Zeit und Stärke beinhaltet. Spekulative Behauptungen in diese Richtung entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage.
Das Kandilli-Observatorium und das Erdbebenforschungsinstitut setzen ihre Arbeit weiterhin im Einklang mit nationalen und internationalen wissenschaftlichen Standards sowie gemäß den Prinzipien der Transparenz und öffentlichen Verantwortung fort. Wir bitten die Öffentlichkeit respektvoll, technische Behauptungen über unsere Institution auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten und offizieller Erklärungen zu bewerten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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