Stellungnahme des Ministeriums zum Buch 'Onlar Ermiş Muradına'
Das Ministerium für Kultur und Tourismus hat eine Erklärung zu den in sozialen Medien und auf Internetseiten erhobenen Vorwürfen bezüglich des Märchenbuchs 'Onlar Ermiş Muradına' abgegeben. Das Ministerium teilte mit, dass die Verhängung strafrechtlicher Sanktionen gesetzlich nicht in der Verantwortung des Ministeriums für Kultur und Tourismus liege.
In der Erklärung des Ministeriums für Kultur und Tourismus zu den in sozialen Medien und auf Internetseiten erhobenen Vorwürfen bezüglich des Märchenbuchs 'Onlar Ermiş Muradına' heißt es: „Die Feststellung strafbarer Inhalte in in unserem Land veröffentlichten Werken sowie die Verhängung strafrechtlicher Sanktionen gegen diese liegen gesetzlich nicht in der Verantwortung des Ministeriums für Kultur und Tourismus.
Die von unserem Ministerium vergebene Internationale Standardbuchnummer (ISBN) ist keine verpflichtende Anwendung; der Zweck dieser Anwendung besteht darin, Werknummern nach einer internationalen Methode zu standardisieren und die Identität des Materials zu definieren. Der Zweck der Bandrolen-Verfahren ist es, die Rechte der Werke und der Rechteinhaber zu verfolgen und geistige Eigentumsrechtsverletzungen zu bekämpfen.
Die Zuweisung von ISBN und Bandrolen, die von den zuständigen Einheiten des Ministeriums für Kultur und Tourismus direkt oder unter deren Koordination durchgeführt wird, sind Verfahren, die vor der Veröffentlichung des Werkes stattfinden und in keinerlei Zusammenhang mit dem Inhalt des Werkes stehen.
In diesem Rahmen bedeuten sie keinesfalls, dass der Inhalt genehmigt wurde. Straftaten, die durch gedruckte Werke begangen werden, werden gemäß dem Pressegesetz Nr. 5187 verfolgt. Maßnahmen zur Beschlagnahmung sowie zum Verbot von Vertrieb und Verkauf können nur aufgrund von Ermittlungen und Strafverfolgungen durch die Generalstaatsanwaltschaft und auf Beschluss der zuständigen Gerichte erfolgen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Entscheidungen über Verbote und Beschlagnahmungen von den Justizbehörden getroffen werden und das Ministerium für Kultur und Tourismus nicht befugt ist, Bücher vor oder nach ihrer Veröffentlichung inhaltlich zu prüfen oder Entscheidungen über Verbote, Beschlagnahmungen oder Einziehungen zu treffen.“
WARUM IST DAS BUCH 'ONLAR ERMİŞ MURADINA' ZUM THEMA GEWORDEN? WAS STEHT IN DEM BUCH?
Ein Ausschnitt aus dem Buch 'Onlar Ermiş Muradına' wurde heute über einige Social-Media-Konten geteilt. Es wurde festgestellt, dass das Buch 'inzestuöse' Dialoge zwischen einem Vater und seiner Tochter enthält. Viele Nutzer reagierten empört auf die Äußerungen.
Nachrichtenquelle: İHA
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