Tanju Özcan: „Den größten Gewinn erzielt die Zentralregierung“ – „Lüge, um Kommunen zu diskreditieren“
Der Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, erklärte, dass Kommunen nicht befugt seien, Grundsteuern festzulegen, und behauptete, die verbreiteten Vorwürfe dienten lediglich dazu, die Kommunalverwaltungen zu diskreditieren.
Özcan stellte klar, dass die Richtwerte für die Grundsteuer nicht von den Kommunen festgelegt werden, und sagte: „Leider verbreiten regierungsnahe Quellen diese Lüge, damit die Kommunen in Verruf geraten.
An der Festlegung dieser Richtwerte sind Fachleute beteiligt. Den größten Gewinn aus diesen Erhöhungen der Richtwerte erzielt die Zentralregierung über die Grundbuchämter und Finanzämter“, so Özcan.
Der Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, erklärte, dass Kommunen nicht befugt seien, die Grundsteuer festzulegen.
Özcan, der darauf hinwies, dass jeder „glaube, die Kommunen würden die Grundsteuern festlegen“, äußerte sich wie folgt:
„Jeder glaubt, dass die Kommunen die Grundsteuern festlegen. Nein, das stimmt nicht. Die Grundsteuern werden alle vier Jahre gemäß Artikel 49 des Steuerverfahrensgesetzes von einer Kommission festgelegt, die aus insgesamt neun Personen besteht. Bei der Festlegung dieser Richtwerte durch das Gremium werden Immobilienbewertungsexperten als Sachverständige hinzugezogen. Sie ermitteln einen Preis. Unsere Kommune hat nicht die Befugnis, diese gesetzlich festgelegte Kommission oder die von ihr beschlossenen Richtwerte eigenständig zu erhöhen oder zu senken. Zudem sind Bürgermeister keine Mitglieder dieses Gremiums. Ich weiß nicht, welchen Preis dieses Gremium für Bolu festgelegt hat. Ich weiß nur, dass es eine einstimmige Entscheidung war. In diesem neunköpfigen Gremium hat die Kommune nur zwei Vertreter.
Wenn die Richtwerte bei der Grundsteuer steigen, verdienen die Finanzämter und Grundbuchämter das meiste Geld. Denn wir erheben als Grundsteuer lediglich einen Anteil von einem Promille auf den festgelegten Richtwert der Gebäude, während das Grundbuchamt vom Käufer und Verkäufer jeweils zwei Promille, also insgesamt vier Promille, einnimmt. Das ist das Vierfache dessen, was die Kommune erhält. Davon abgesehen sind die Einnahmen der Finanzämter noch nicht einmal eingerechnet. Die Kommunen überweisen zudem einen Teil der Grundsteuern an den Fonds für Kultur- und Naturgüter.
Die Kommunen legen die Richtwerte für die Grundsteuer nicht fest. Leider verbreiten regierungsnahe Quellen diese Lüge, damit die Kommunen in Verruf geraten. An der Festlegung dieser Richtwerte sind Fachleute beteiligt. Den größten Gewinn aus diesen Erhöhungen der Richtwerte erzielt die Zentralregierung über die Grundbuchämter und Finanzämter.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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