Tanju Özcan richtet sich an Yılmaz Tunç bezüglich der Brandermittlung: 'Laut Ermittlungsakte zeigen alle Pfeile auf...'
Während die Ermittlungen zur Brandkatastrophe im Grand Kartal Hotel, bei der 78 Bürger auf tragische Weise ums Leben kamen, andauern, hat sich der CHP-Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, an Justizminister Yılmaz Tunç gewandt. In einem Beitrag auf seinem X-Account erklärte Özcan: "Laut der Ermittlungsakte zeigen alle Pfeile auf das Tourismusministerium. Doch aus irgendeinem Grund wird nicht einmal gegen einen einzigen Bürokraten des Tourismusministeriums ermittelt."
Bei der Brandkatastrophe im Grand Kartal Hotel im Skizentrum Bolu Kartalkaya kamen 78 Menschen ums Leben. Im Rahmen der eingeleiteten Ermittlungen wurden bisher 22 Personen festgenommen, während die Debatten über die 'Zuständigkeiten' zwischen Regierung und Opposition anhalten.
Der CHP-Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, äußerte sich auf seinem Social-Media-Account zum Ermittlungsprozess.
Özcan, der Justizminister Yılmaz Tunç in seinem Beitrag markierte, äußerte sich wie folgt: "Sehr geehrter Justizminister Yılmaz Tunç, die Staatsanwaltschaftsakte zur Brandkatastrophe in Kartalkaya wurde erst 19 Tage später für die Einsichtnahme durch Anwälte freigegeben. Nicht ein einziger der im Rahmen der Akte als Verdächtige oder Zeugen geführten Personen (Hotelbesitzer, Hotelangestellte, Bürokraten, Zeugen) beschuldigt direkt oder indirekt die Stadtverwaltung von Bolu. Ebenso enthält keine der in die Akte eingebrachten Informationen, Dokumente oder gesetzlichen Bestimmungen auch nur einen einzigen Hinweis darauf, dass die Stadtverwaltung von Bolu oder die Feuerwehr fahrlässig gehandelt hätten oder ein Verschulden vorläge."
"Ebenso enthält keine der in die Akte eingebrachten Informationen, Dokumente oder gesetzlichen Bestimmungen auch nur einen einzigen Hinweis darauf, dass die Stadtverwaltung von Bolu oder die Feuerwehr fahrlässig gehandelt hätten oder ein Verschulden vorläge.", fügte Özcan hinzu und führte weiter aus:
"Alle Verdächtigen und Zeugen, sogar die festgenommenen Staatsbürokraten, erklären offen, dass alle Inspektionen des abgebrannten Hotels, einschließlich des Brandschutzes, in die Zuständigkeit des Tourismusministeriums fielen und diese Inspektionen kurz vor dem Brand durchgeführt wurden.
Es hieß doch, die Verantwortlichen für diese Katastrophe würden 'egal, wohin die Spur führt' zur Rechenschaft gezogen werden. Laut der Ermittlungsakte zeigen alle Pfeile auf das Tourismusministerium. Doch aus irgendeinem Grund wird nicht einmal gegen einen einzigen Bürokraten des Tourismusministeriums ermittelt."
Nachrichtenquelle: 12punto
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