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Tanrıkulus 19.-Mai-Botschaft: Eine schwindende Generation, eine gestohlene Zukunft

Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Sezgin Tanrıkulu hat anlässlich des 19. Mai einen Bericht veröffentlicht, der die wirtschaftliche und soziale Sackgasse aufzeigt, in der sich junge Menschen befinden. Tanrıkulu erklärte: „Der Ruf der Jugend nach Recht, Gesetz und Gerechtigkeit ist der Wille zum Aufbau einer neuen Türkei.“

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Tanrıkulus 19.-Mai-Botschaft: Eine schwindende Generation, eine gestohlene Zukunft

Der für Menschenrechte zuständige stellvertretende CHP-Vorsitzende Sezgin Tanrıkulu hat im Rahmen des Gedenktages an Atatürk sowie des Jugend- und Sportfestes am 19. Mai einen umfassenden Jugendbericht veröffentlicht. Tanrıkulu wies darauf hin, dass der Anteil der jungen Bevölkerung in der Türkei zurückgehe und junge Menschen ihre Hoffnung verlören; er bezeichnete das heutige Bild als „eine schwindende Generation, eine gestohlene Zukunft“.

ARBEITSLOSIGKEIT BEI JUNGEN FRAUEN NÄHERT SICH 50 PROZENT

In der auf Daten von TÜİK und DİSK-AR basierenden Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die weit gefasste Jugendarbeitslosigkeit 38,3 Prozent erreicht habe, bei jungen Frauen sogar 49,1 Prozent. Tanrıkulu betonte, dass jeder vierte junge Mensch weder in Ausbildung noch in Beschäftigung (NEET) sei, wobei 73 Prozent dieser Gruppe aus Frauen bestünden, die in häusliche Arbeit gedrängt würden.

WIRTSCHAFTLICHE UND KULTURELLE ARMUT GEHEN HAND IN HAND

Tanrıkulu erklärte, dass Bildung kein „Weg zur Rettung“ mehr sei, und nannte ein eindrucksvolles Beispiel: „Ein Student, der sich 2005 mit seinem Stipendium 29 Mal im Monat einen Theaterbesuch leisten konnte, kann heute nur noch sechs Mal gehen. Dies ist nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine kulturelle Verarmung.“ Zudem ging Tanrıkulu auf die Wohnungsnot und die Abwanderung von Fachkräften ein und berichtete, dass 28 Prozent der jungen Menschen davon träumten, in einem anderen Land zu leben.

DIGITALER DRUCK UND VERLETZUNGEN DES RECHTS AUF LEBEN

Unter Bezugnahme auf den Druck auf die Meinungsfreiheit argumentierte Tanrıkulu, die Türkei sei zu einem „Land der gesperrten Webseiten und verstummten Plätze“ geworden. Der Bericht machte auch auf Arbeitsunfälle aufmerksam und legte offen, dass zwischen 2013 und 2025 mindestens 4.544 junge Arbeiter ihr Leben verloren haben. Tanrıkulu schloss seine Erklärung mit den Worten: „Wir schulden ihnen nicht nur einen Feiertag; wir schulden ihnen ein Land, in dem sie an ihren Arbeitsplätzen nicht sterben und nicht wegen ihrer Gedanken inhaftiert werden.“



Nachrichtenquelle: 12punto