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The Guardian: Istanbuls byzantinisches Erbe in Gefahr

Die Zeitung The Guardian berichtete, dass die Stadtmauern aus der byzantinischen Zeit in Istanbul aufgrund von Vernachlässigung vom Verfall bedroht sind. In dem Bericht heißt es, Istanbuls „vorosmanisches Erbe ist aufgrund von Vernachlässigung oder politisch motivierter Ignoranz in Gefahr“.

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The Guardian: Istanbuls byzantinisches Erbe in Gefahr

In dem Bericht wird behauptet, dass trotz der Restaurierungsprojekte des CHP-Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, einige Bauwerke aus der byzantinischen Ära vernachlässigt würden.

Die Architektin Zeynep Ahunbay erklärte, dass İmamoğlu zwar das byzantinische Erbe bewahren wolle, die Restaurierungsarbeiten in diesem Bereich jedoch kostspielig seien. Sie sagte: „Im Vergleich zu den Arbeiten am osmanischen Erbe ist der Handlungsspielraum hier höchstwahrscheinlich aus diesem Grund begrenzter.

Der britische Autor und Forscher Alexander Christie-Miller wies auf das Panorama 1453 Geschichtsmuseum in Istanbul hin und betonte, dass die tatsächliche historische Struktur der Stadt sich in einem vernachlässigten Zustand befinde.

In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Stadtmauern einen bedeutenden Wendepunkt in der Stadtgeschichte markieren, nämlich die Eroberung Istanbuls durch Sultan Mehmed den Eroberer im Jahr 1453 und den Untergang des Byzantinischen Reiches, eine Symbolik, die von der AKP häufig genutzt werde.

Unter Verweis auf das Morgengebet von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan in der Hagia Sophia am 29. Mai wurde zudem auf die symbolische Bedeutung der Hagia Sophia hingewiesen, die nach einem umstrittenen Prozess im Juli 2020 wieder als Moschee eröffnet wurde.

Şükrü Golak, Manager des Giritli Restaurants im Istanbuler Stadtteil Fatih, erklärte, dass die Kunden großes Interesse an den Mauern zeigten und durch das Berühren dieser Wände die Geschichte spürten. Golak wies darauf hin, dass einige Mauern ungepflegt seien und sagte: „Zwischen den Steinen hier wächst Unkraut. Die Instandhaltung ist schwierig, aber zumindest bröckeln sie nicht so wie an anderen Orten.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Recep Tayyip Erdoğan Istanbul Ekrem İmamoğlu