TKP protestiert gegen Arbeitsunfälle: Sind wir ein Kolonialland der Bosse?
Die Jugendorganisationen der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP) versammelten sich in der Sakarya-Straße, um auf Arbeitsunfälle und Todesfälle in den Berufsbildungszentren (MESEM) aufmerksam zu machen. Die TKP-Mitglieder forderten den Rücktritt von Bildungsminister Yusuf Tekin und warfen dem Bildungssystem vor, den Interessen der Arbeitgeber zu dienen.
Die Jugendorganisationen der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP) hielten in der Sakarya-Straße eine Pressekonferenz ab, um gegen Arbeitsunfälle und Todesfälle von Praktikanten in den Berufsbildungszentren (MESEM) zu protestieren. Die TKP-Mitglieder, die den Bildungsminister Yusuf Tekin zum Rücktritt aufforderten, kritisierten das Bildungssystem und erklärten, dass das Leben junger Menschen zugunsten der Interessen der Arbeitgeber missachtet werde.
'WIR LASSEN AN DEN ARBEITSPLÄTZEN UNSER LEBEN'
Ein 17-jähriger Schüler einer Berufsschule schilderte den Grund für seine Wahl der Berufsschule und seine Erfahrungen während des Praktikums mit folgenden Worten: „Ich dachte, wenn mein Geld nicht für die Universität reicht, habe ich wenigstens einen Beruf. In der Türkei ist es nur für Reiche einfach, zur Schule zu gehen. Für uns besteht das Leben nur aus einem Überlebenskampf. Deshalb war es logischer, eine Berufsschule zu besuchen. Aber in den MESEM gehen meine Freunde mehr zur Arbeit als zur Schule, und denen, die durch unsere Arbeit reich werden, sind wir völlig egal. Selbst wenn wir an den Arbeitsplätzen sterben, kommen andere an unsere Stelle. Wenn wir versuchen, unsere Stimme zu erheben, werden wir bedroht.“
'DAS GRÖSSTE GESCHENK AN DIE KAPITALKLASSE'
Umut Araz, der im Namen der TKP-Jugendorganisationen die Presseerklärung verlas, gab an, dass im Schuljahr 2023-2024 neun MESEM-Schüler bei Arbeitsunfällen ums Leben gekommen seien. Araz erklärte: „Wir erhalten in der Türkei jede Woche Nachrichten über den Tod von Berufsschülern und MESEM-Schülern“, und fügte hinzu, dass das Bildungssystem auf die Interessen der Holdinggesellschaften ausgerichtet sei und junge Menschen als billige Arbeitskräfte ausgebildet würden. Araz bezeichnete MESEM als das größte Geschenk, das die AKP der Kapitalklasse gemacht habe, und sagte: „Wenn Sie die Bildung den Bossen überlassen, wenn Sie die Schulen für Sekten öffnen, wenn die Jugend dieses Landes an ihren Arbeitsplätzen ihr Leben lässt, dann fragen wir: Sind wir ein Kolonialland der Bosse?“
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Operation 'Papier mit Zauber und Flüchen': Hodscha, meine Frau hat die Scheidung eingereicht
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung