Überraschende Kontakte in Aserbaidschan: Berichte über Israel-Syrien-Gespräche unter türkischer Aufsicht
Wie CNN unter Berufung auf das israelische Staatsfernsehen berichtet, fanden erste direkte Kontakte zwischen Israel und der neuen syrischen Führung in Aserbaidschan statt. Türkische Beamte waren bei den Gesprächen anwesend. Trump traf sich unterdessen mit al-Sharaa und sicherte Unterstützung für Syrien nach Assad zu.
Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf den israelischen Fernsehsender Kanal 12 berichtet, wurden direkte Kontakte zwischen Israel und der neuen syrischen Führung aufgenommen. Die Gespräche sollen in Aserbaidschan und unter der Aufsicht türkischer Beamter stattgefunden haben.
Ziel der Kontakte ist es, dass die Regierung in Damaskus im Gegenzug für ein Ende der israelischen Luftangriffe auf Syrien in die Abraham-Abkommen aufgenommen wird. Den Berichten zufolge handelt es sich um die ersten direkten Kontakte zwischen Israel und Ahmed al-Sharaa, der nach dem Regimewechsel in Syrien die vorläufige Führung übernommen hat.
AUCH ISRAELISCHER ARMEEGENERAL AN GESPRÄCHEN BETEILIGT
Wie bekannt wurde, nahm auch Generalmajor Oded Basyuk, Leiter der Operationsabteilung der israelischen Armee, an den Gesprächen in Aserbaidschan teil. Laut CNN führte Basyuk in Anwesenheit türkischer Vermittler direkte Gespräche mit syrischen Vertretern.
Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben die Berichte über die Gespräche weder bestätigt noch dementiert. Die Armeesprecherstelle erklärte jedoch: „Die israelische Armee unterhält keine direkten Kontakte zu Vertretern der syrischen Regierung.“
AL-SHARAA BESTÄTIGTE KONTAKTE INDIREKT
Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa hatte bereits in einer Erklärung in der vergangenen Woche indirekte Kontakte zu Israel eingeräumt. Al-Sharaa sagte: „Wir wollen, dass diese Angriffe aufhören, damit keine der beiden Seiten die Kontrolle verliert.“
Die Regierung in Damaskus hat jedoch bislang keine offiziellen direkten Gespräche bestätigt. Die Türkei hat sich zu den Berichten nicht geäußert. Wer genau an den Gesprächen teilnahm und auf welcher Ebene die Vermittlung stattfand, bleibt unklar.
TRUMP TRAF AL-SHARAA UND VERSPRACH UNTERSTÜTZUNG
In einer weiteren bemerkenswerten Entwicklung in derselben Woche traf US-Präsident Donald Trump in Saudi-Arabien persönlich mit dem Übergangsführer al-Sharaa zusammen.
Berichten zufolge versprach Trump gegenüber al-Sharaa, der 2013 auf eine Terrorliste gesetzt worden war, nach dem Sturz des Assad-Regimes jedoch zum Übergangspräsidenten ernannt wurde, dass „die Sanktionen aus der Assad-Ära aufgehoben werden“.
Auf Fragen von Journalisten zu diesem Thema sagte Trump: „Ich habe mich bei der Anerkennung Syriens oder der Aufhebung der Sanktionen nicht mit Israel beraten. Aber ich glaube, dass ich das Richtige getan habe.“
SICHERHEITSBEDINGUNGEN AUF DEM TISCH
Die US-Regierung hat an al-Sharaa Forderungen gestellt, die Schritte zur Normalisierung mit Israel zu beschleunigen, ausländische Milizen und palästinensische Gruppen aus Syrien abzuziehen sowie bei der Bekämpfung eines möglichen Wiedererstarkens des IS mit Washington zusammenzuarbeiten.
ISRAEL PLANT DAUERHAFTE PRÄSENZ IN SÜDSYRIEN
Im Schatten dieser diplomatischen Kontakte hat die israelische Armee neue Schritte auf syrischem Boden unternommen. Die Regierung in Tel Aviv hat eine „Pufferzone“ im Süden Syriens errichtet und hält zudem die militärische und politische Kontrolle über die Golanhöhen aufrecht.
Nachrichtenquelle: 12punto
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