Überweisungsschreiben zum Mord an Anwalt Serdar Öktem aufgetaucht! Mehrere Attentatspläne geschmiedet...
In dem Überweisungsschreiben der Staatsanwaltschaft zum Mord an Anwalt Serdar Öktem wird bewertet, dass die Tat aufgrund der Feindseligkeit organisierter krimineller Gruppen gegenüber dem Opfer begangen wurde. Es wurde mitgeteilt, dass die Ermittlungen zur Ergreifung der Anstifter sowie zur Frage, ob die kriminelle Organisation bei dem Vorfall als Subunternehmer eingesetzt wurde, andauern.
Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul setzt die Ermittlungen zu dem Vorfall vom 6. Oktober 2025 fort, bei dem der Anwalt Serdar Öktem in Şişli bei einem bewaffneten Angriff ums Leben kam. In der ersten Phase wurden insgesamt 6 Verdächtige gefasst, darunter 5 Personen, die den Angriff ausgeführt haben sollen, sowie 1 Person, die bei der Flucht geholfen hatte.
NEUE FESTNAHMEN ERFOLGT
Im Zuge der Ermittlungen wurden 7 weitere Personen festgenommen, die mit den Verdächtigen in Verbindung stehen sollen, darunter 2 Minderjährige unter 18 Jahren. Damit stieg die Gesamtzahl der Festnahmen auf 13. Die Verdächtigen, deren polizeiliche Maßnahmen abgeschlossen waren, wurden an den Justizpalast in Çağlayan überstellt. Nach den Aussagen bei der Staatsanwaltschaft wurden 9 der Verdächtigen, darunter 2 Minderjährige, dem Haftrichter vorgeführt und inhaftiert, während 4 unter gerichtlicher Aufsicht freigelassen wurden.
ÜBERWEISUNGSSCHREIBEN AUFGETAUCHT
In dem von der ermittelnden Staatsanwaltschaft erstellten Überweisungsschreiben heißt es: "Es wird bewertet, dass der Mord an Serdar Öktem von der kriminellen Organisation Gündoğmuşlar und Daltonlar begangen wurde, die von Naci Yılmaz, bekannt als Siirtli Naci, finanziert wird und die Waffen- sowie Drogenbeschaffung sowie den Fortbestand der Organisationen sicherstellt. Ziel war es, die kriminellen Organisationen 'Casperlar', 'Çirkinler', 'Şirinler' und 'Çingene Ümit' sowohl rechtlich als auch finanziell zu schädigen, den Informationsfluss zu unterbrechen sowie Rache zu üben und sie zu schwächen."
VERBINDUNG DES MORDES ZU FRÜHEREN OPERATIONEN
Im Überweisungsschreiben heißt es weiter: "Im Rahmen der Operationen gegen die kriminelle Organisation Daltonlar wurden der Verdächtige Haydar Koç und der minderjährige S.Ç.Y. festgenommen. In ihren Aussagen gaben sie an, dass sie auf Anweisung des Organisationsleiters Caner Kocar einen Anschlag auf eine Person planten, die sie für einen Staatsanwalt hielten. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Zielperson nicht um einen Staatsanwalt, sondern um den Anwalt Serdar Öktem handelte, woraufhin Schriftwechsel geführt wurden, um alle notwendigen Maßnahmen für die Sicherheit der Person zu ergreifen."
MEHRERE ATTENTATSPLÄNE
Den Aussagen der Verdächtigen zufolge enthielt das Überweisungsschreiben auch die Information, dass sie planten, zu verschiedenen Zeiten mehrfach Anschläge auf Serdar Öktem zu verüben, jedoch aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen in der Umgebung seines Wohn- und Arbeitsortes jedes Mal unverrichteter Dinge abziehen mussten.
ANSCHLAGSVORBEREITUNGEN KRIMINELLER ORGANISATIONEN
In dem Dokument wurde erklärt, dass die Leiter der kriminellen Organisation Murat Küçükyavuz, Mustafa Aktürk, Ali Gulmalızada sowie das Organisationsmitglied Furkan Kalıma und andere Mitglieder Vorbereitungen für einen Anschlag auf Serdar Öktem trafen und angaben, in diesem Prozess von den Leitern der kriminellen Organisation Daltonlar, Mustafa Aktürk und Ali Gulmalızada, angeleitet worden zu sein.
ERKUNDUNGS- UND VORBEREITUNGSPROZESS
In dem Schreiben wurden zudem folgende Informationen festgehalten: "Die Organisationsmitglieder Sidar Öz und Semih Aydın, die der kriminellen Organisation Gündoğmuşlar angehören, sowie die von Ali Gulmalızada für die kriminelle Organisation rekrutierten Mitglieder, die 10 Tage vor der Tat aus Gaziantep nach Istanbul kamen, wurden in einem konspirativen Haus in Esenyurt untergebracht. Es wurde mitgeteilt, dass die Organisationsmitglieder, die das Haus verließen, um einen Anschlag auf Serdar Öktem zu verüben, bis zum Tag des Vorfalls mehrmals den Wohn- und Arbeitsort des Opfers aufsuchten, um Erkundungen anzustellen und den Anschlag vorzubereiten, jedoch jedes Mal scheiterten."
DETAILS ZUM TAG DES ANGRIFFS
Zum Angriff am 6. Oktober heißt es im Überweisungsschreiben, dass die Verdächtigen aus dem Fahrzeug stiegen und das Auto, in dem sich Serdar Öktem befand, unter Kugelhagel nahmen, um anschließend vom Tatort in Richtung Arnavutköy zu fliehen. Die bei der Tat verwendeten Waffen, Masken und Handschuhe seien später unter einem Baum versteckt worden.
ERMITTLUNGEN DAUERN AN
In dem Schreiben der Staatsanwaltschaft wurde betont, dass davon ausgegangen wird, dass die organisierten kriminellen Gruppen die Tat aufgrund ihrer Feindseligkeit gegenüber Serdar Öktem begangen haben. Zudem wurde vermerkt, dass das Büro für die Ermittlung organisierter Kriminalität seine Arbeit zur Ergreifung der Anstifter und zur Feststellung, ob die kriminellen Organisationen bei dem Vorfall als Subunternehmer fungierten, fortsetzt.
Nachrichtenquelle: İHA
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