Urteil im Mordfall des Musikers Onur Şener verkündet
Im Berufungsverfahren gegen fünf Angeklagte wegen des Todes des Musikers Onur Şener, der in einem Unterhaltungslokal in Ankara durch eine Schnittwunde am Hals mit einem Glas tödlich verletzt wurde, ist das Urteil gefallen.
An der Verhandlung vor der 1. Strafkammer des Regionalgerichts Ankara (BAM) nahmen die inhaftierten Angeklagten İlker Karakaş und Ali Gündüz sowie die auf freiem Fuß befindlichen Angeklagten Semih Soyalp, Gözde Gündüz und Jale Erberk zusammen mit ihren Anwälten teil.
Der Vorsitzende Richter erklärte, dass der Prozess das Stadium der Urteilsverkündung erreicht habe, und erteilte den Angeklagten das Wort. Der Angeklagte Karakaş äußerte sein Vertrauen in ein gerechtes Urteil des Gerichts. Der Angeklagte Gündüz erklärte, die Entscheidung liege beim Gericht, und beantragte seinen Freispruch.
Die auf freiem Fuß befindlichen Angeklagten Semih Soyalp, Gözde Gündüz und Jale Erberk beantragten ebenfalls einen Freispruch. Nach den Erklärungen der Angeklagten und ihrer Anwälte verkündete das Gericht sein Urteil: Die vom Lokalgericht gegen Karakaş wegen „vorsätzlicher Tötung“ verhängte 25-jährige Haftstrafe wurde als rechtmäßig bestätigt, während die gegen den Angeklagten Gündüz wegen desselben Delikts verhängte 25-jährige Haftstrafe aufgehoben wurde.
Das Gericht entschied, dass der Angeklagte die Tat unter dem Einfluss einer unrechtmäßigen Provokation begangen habe, und verurteilte Gündüz wegen „Herbeiführung des Todes durch vorsätzliche Körperverletzung“ zu 12 Jahren Haft. Das Gericht hob zudem das Urteil gegen den auf freiem Fuß befindlichen Angeklagten Soyalp auf. Nachdem das Gericht befand, dass Soyalp sich der „Herbeiführung des Todes durch vorsätzliche Körperverletzung“ zum Nachteil des Opfers Şener schuldig gemacht habe, verurteilte es den Angeklagten zu 10 Jahren Haft. Nach der Urteilsverkündung wurde der Angeklagte Soyalp im Gerichtssaal inhaftiert.
Das Gericht bestätigte die vom Lokalgericht gegen die auf freiem Fuß befindlichen Angeklagten Gözde Gündüz und Jale Erberk ausgesprochenen Freisprüche als rechtmäßig.
HINTERGRUND DES VORFALLES
Am 2. Oktober 2022 begaben sich İlker Karakaş, Ali Gündüz, Semih Soyalp, Jale Erberk und Gözde Gündüz in ein Unterhaltungslokal im Stadtteil Mutlukent im Bezirk Çayyolu in Ankara.
Onur Şener, dessen Musikprogramm um 01.00 Uhr nachts endete, kehrte anlässlich des Geburtstags eines Freundes erneut auf die Bühne zurück, um weiter zu singen. In diesem Moment kam Karakaş auf die Bühne und begann, mit Şener zu streiten.
Andere Gäste im Unterhaltungslokal verhinderten zunächst eine Schlägerei zwischen den beiden. Daraufhin verließen Karakaş und die anderen Personen mit ihren Gläsern das Lokal. Als Onur Şener das Lokal kurze Zeit später verließ, eskalierte ein erneuter Streit mit den Angeklagten zu einer Schlägerei. Der Musiker Şener wurde mit einem zerbrochenen Glas am Hals verletzt und verstarb noch am Tatort.
Nachrichtenquelle: İHA
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Operation 'Papier mit Zauber und Flüchen': Hodscha, meine Frau hat die Scheidung eingereicht
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung