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US-Hinweis löst Großoperation in der Türkei aus: Ermittlungen gegen 219 Personen

Im Zuge einer auf einen Hinweis aus den USA eingeleiteten Untersuchung wurde ein Verdächtiger festgenommen, der über Jahre als Schulbusfahrer tätig gewesen sein soll. Ihm wird vorgeworfen, auf digitalen Datenträgern zahlreiche Aufnahmen von Kindesmissbrauch gespeichert und diese über Telegram verkauft zu haben. Während der Verdächtige in Untersuchungshaft sitzt, wurden Ermittlungen gegen insgesamt 219 Personen in 58 türkischen Provinzen sowie in Deutschland eingeleitet.

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US-Hinweis löst Großoperation in der Türkei aus: Ermittlungen gegen 219 Personen

Im Rahmen einer Untersuchung, die durch einen internationalen Hinweis ausgelöst wurde, wurde eine groß angelegte Operation wegen des Verdachts auf Verbreitung und Verkauf von digitalen Inhalten mit Kindesmissbrauch durchgeführt.

Wie Habertürk TV berichtet, bildete ein Bericht des amerikanischen National Center for Missing & Exploited Children, der den türkischen Behörden übermittelt wurde, den Ausgangspunkt der Ermittlungen.

ERMITTLUNGEN BEGANNEN DURCH HINWEIS AUS DEN USA

In dem vom amerikanischen National Center for Missing & Exploited Children erstellten Bericht befanden sich Informationen darüber, dass obszöne Aufnahmen, in denen Kinder missbraucht werden, im Internet verbreitet wurden.

Nach dem Hinweis leiteten die türkischen Justizbehörden eine Untersuchung ein. Bei den von der Staatsanwaltschaft durchgeführten Ermittlungen wurde der 32-jährige Savaş K. als die Person identifiziert, die die Aufnahmen ins Internet hochgeladen haben soll.

VERDÄCHTIGER WAR ALS SCHULBUSFAHRER TÄTIG

Den Informationen in der Ermittlungsakte zufolge war der Verdächtige über viele Jahre als Schulbusfahrer tätig und arbeitete in Einrichtungen, in denen Kinder unterrichtet werden.

Bei den Untersuchungen der Akte wurde festgehalten, dass auf den digitalen Datenträgern des Verdächtigen eine Vielzahl von Aufnahmen sichergestellt werden konnte.

TAUSENDE DATEIEN AUF DEM TELEFON ENTDECKT

Bei den digitalen Untersuchungen im Rahmen des Verfahrens wurde festgestellt, dass sich auf dem Telefon des Verdächtigen Inhalte mit Kindesmissbrauch befanden, die aus 215 Fotos und 1091 Videos bestanden.

Es wurde mitgeteilt, dass die sichergestellten Materialien als Beweismittel in die Ermittlungsakte aufgenommen wurden.

VERDACHT AUF VERKAUF ÜBER TELEGRAM

Bei den Untersuchungen wurde zudem festgestellt, dass der Verdächtige über die Anwendung Telegram geschlossene Gruppen erstellt und Nutzer gegen Bezahlung in diese Gruppen aufgenommen haben soll.

In der Ermittlungsakte wurde vermerkt, dass Belege für den Verkauf der besagten Aufnahmen gegen Entgelt vorliegen.

ERMITTLUNGEN GEGEN 219 PERSONEN IN 58 PROVINZEN UND DEUTSCHLAND

Durch die Überprüfung der Bankkontobewegungen des Verdächtigen wurde der Umfang der Ermittlungen ausgeweitet.

Infolge der finanziellen Untersuchungen wurde behauptet, dass insgesamt 219 Personen aus 58 verschiedenen türkischen Provinzen sowie aus Deutschland die besagten Aufnahmen gekauft hätten.

Es wurde bekannt, dass diese Personen ebenfalls in den Ermittlungsumfang aufgenommen wurden und Untersuchungen gegen sie eingeleitet wurden.

FESTNAHME UND EINLASSUNG IN DER AKTE

Der festgenommene Verdächtige wurde dem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen.

In seiner Einlassung in der Akte soll Savaş K. erklärt haben: "Es war ein Moment der Schwäche, ich bin dem Teufel gefolgt."

Es wurde berichtet, dass der Verdächtige angab, für eine Bildungsstiftung gearbeitet zu haben und darüber hinaus keinerlei kommerzielle Aktivitäten ausgeübt zu haben.

BIS ZU 10 JAHRE HAFT GEFORDERT

In der im Rahmen der Ermittlungen erstellten Akte wurde festgehalten, dass sich der Verdächtige wegen des Vorwurfs des Verkaufs von obszönen Publikationen, in denen Kinder verwendet werden, verantworten muss.

Die Staatsanwaltschaft fordert für Savaş K. eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren.


Nachrichtenquelle: 12punto