Scharfe Kritik von Özgür Özel: "Der Hauptschuldige an der Supercup-Krise ist Recep Tayyip Erdoğan"
Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel äußerte sich in Manisa. Dabei kommentierte er auch die Supercup-Krise auf markante Weise.
Der Vorsitzende der Cumhuriyet Halk Partisi (CHP), Özgür Özel, beantwortete in Manisa Fragen von Journalisten.
Dort äußerte er sich sowohl zur Frage, wer der Bürgermeisterkandidat seiner Partei für Manisa sein wird, als auch zum geplanten, aber schließlich abgesagten Supercup-Spiel, das in Saudi-Arabien stattfinden sollte.
"ES KANN NIRGENDWO AUSSERHALB DER TÜRKEI AUSGETRAGEN WERDEN"
Auf die Frage zum Supercup-Finale, das in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens, stattfinden sollte, aber nach den am gestrigen Nachmittag aufgekommenen Diskussionen verschoben wurde, sagte Özel: "Der Hauptschuldige hier ist Recep Tayyip Erdoğan, der Atatürk zum Gegenstand von Verhandlungen gemacht hat."
Özel äußerte sich wie folgt:
"Ich sage seit Monaten: Wenn Fenerbahçe und Galatasaray ein Supercup-Spiel austragen, kann dies nirgendwo außerhalb der Türkei stattfinden. Es hätte dem Atatürk-Stadion in Izmir gut zu Gesicht gestanden, aber sie haben nicht zugehört. Wenn man es im Ausland austragen will, gäbe es eine Entschuldigung, und zwar in der TRNZ, also an einem Ort, den wir genauso als Heimat betrachten wie hier. Es kann nirgendwo anders ausgetragen werden, aber in Saudi-Arabien schon gar nicht. Gehen diese Leute zum Anıtkabir, wenn sie hier sind? Zeigen sie Respekt vor der Nationalhymne? Genau so entsteht eine solche Schande.
Wir alle haben uns geschämt, wir sind sehr empört, aber die Schuld liegt weder bei den Vereinen noch beim TFF, dem man nun die gesamte Schuld zuschieben will, indem man ihn zum Rücktritt drängt. Die Schuld liegt bei Erdoğan, der sagt: 'Ich weiß alles besser'. Der Hauptschuldige, der Atatürk und die Nationalhymne zum Verhandlungsgegenstand gemacht hat, ist Erdoğan. Wir sind Fenerbahçe und Galatasaray sowie Beşiktaş und allen Vereinen, die sie unterstützt haben, dankbar. Sie haben den Unverschämten in Saudi-Arabien und den Unverschämten, die den Pokal zum 100. Jubiläum dorthin geschickt haben, ihre Grenzen aufgezeigt."
WAS WAR PASSIERT?
Das Supercup-Spiel zwischen Galatasaray und Fenerbahçe, das gestern Abend in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens, stattfinden sollte, wurde nach den Diskussionen, die ab den Mittagsstunden begannen, verschoben.
Der Plan, das Supercup-Finale in Riad auszutragen, wurde abgesagt, nachdem die Forderungen der Vereine, mit Atatürk-T-Shirts und einem Banner mit der Aufschrift 'Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt' auf das Spielfeld zu laufen, von den saudischen Behörden abgelehnt wurden.
Nach den Diskussionen und langwierigen Sitzungen traten die Vereine nicht zum Spiel an und kehrten in der Nacht in die Türkei zurück.
Nachrichtenquelle : 12punto
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