Von Erdoğan verschenkte Pistole am Flughafen abgewiesen
Die von Präsident Erdoğan an Staats- und Regierungschefs überreichten, speziell gravierten Waffen haben in mehreren Ländern, darunter Belgien, diplomatische und sicherheitspolitische Krisen ausgelöst.
Nach dem NATO-Gipfel in Ankara wurde bekannt, dass Präsident Recep Tayyip Erdoğan den teilnehmenden Staats- und Regierungschefs speziell für sie angefertigte, gravierte Revolver sowie Schachteln mit scharfer Munition als Geschenk überreicht hat. Diese Geste stieß jedoch in einigen europäischen Ländern auf Skepsis und löste Diskussionen aus.
Es wurde berichtet, dass die Delegation, die aus Belgien zurückkehrte, den Inhalt des als Geschenk überreichten Pakets auf dem Militärflughafen Melsbroek öffnete, woraufhin die Waffe und die Munition bei der Einreise entdeckt wurden. Der belgische Premierminister Bart De Wever und sein Team hätten die Waffe auf dem Stützpunkt nahe Brüssel der Flughafenpolizei übergeben; der betreffende Revolver werde nun im Polizeigewahrsam aufbewahrt. Der Vorfall habe im Land eine neue Debatte über Sicherheitsprotokolle und offizielle Verfahren ausgelöst.
Eine ähnliche Situation ereignete sich in Großbritannien. Es wurde erklärt, dass Premierminister Keir Starmer die geschenkte Waffe nicht in sein Land einführen könne. Der Revolver, der dem niederländischen Premierminister Rob Jetten überreicht wurde, wurde auf Entscheidung des diplomatischen Teams in der niederländischen Botschaft in Ankara belassen; es wurde angekündigt, dass er von Experten unbrauchbar gemacht werde.
Auch dem für den norwegischen Premierminister Jonas Gahr Støre vorbereiteten Revolver wurde aufgrund der strengen Waffenimportbestimmungen des Landes die Einreise verweigert. Aus diesem Grund wurde das Geschenk nach Ankara zurückgeschickt. Die norwegische Presse betonte, dass es sich bei der von Präsident Erdoğan verschenkten Waffe um ein Modell des türkischen Herstellers Sarsılmaz, Typ SR 38, handele, das voll funktionsfähig sei.
Der dem schwedischen Premierminister Ulf Kristersson überreichte Revolver wird derzeit ebenfalls in der schwedischen Botschaft in Ankara aufbewahrt. Die Genehmigungsverfahren für die Einfuhr nach Schweden seien noch im Gange.
Einige Länder haben bisher noch keine offizielle Stellungnahme zu den verschenkten Waffen gegenüber der Öffentlichkeit oder den Medien abgegeben. Ob der US-Präsident Donald Trump eines dieser Geschenke erhalten hat, ist noch unklar.
DOKUMENTE WAREN NICHT AUSREICHEND
Es wurde bekannt, dass die türkische Seite für die den Staatschefs überreichten Waffen Exportgenehmigungen erstellt und den Geschenken beigefügt hatte, sowie eine Notiz, die eine Befreiung von Exportbeschränkungen bestätigen sollte. Da jedoch zahlreiche Länder in ihrer nationalen Gesetzgebung strenge Vorschriften für den Waffenimport haben, betrachteten sie diese Dokumente als nicht ausreichend und verweigerten die Einfuhr der Geschenke über ihre Landesgrenzen.
Diplomatische Quellen gaben an, dass die Geschenke, die den Staatschefs überreicht wurden, aufgrund ihres Inhalts und ihrer Art insbesondere in Europa neue Sicherheitsfragen aufgeworfen hätten. Nach den jüngsten Entwicklungen werde in verschiedenen Ländern weiterhin darüber diskutiert, wie bei zukünftigen internationalen Treffen mit Geschenken verfahren werden soll.
Nachrichtenquelle: 12punto
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