Warnung von Minister Uraloğlu an Google: 'Wenn eine Ungerechtigkeit festgestellt wird, werden wir handeln'
Die Änderung des Nachrichten-Algorithmus von Google hat bei unabhängigen Medienunternehmen zu Verkehrseinbußen von bis zu 80 Prozent geführt. Minister Uraloğlu erklärte, dass Gespräche mit Google geführt würden und man bei Bedarf gemeinsam mit der Wettbewerbsbehörde einschreiten werde.
Der Minister für Verkehr und Infrastruktur, Abdulkadir Uraloğlu, äußerte sich zu den massiven Einbrüchen bei den Zugriffszahlen unabhängiger Medienunternehmen, die durch die Änderung des Nachrichten-Algorithmus von Google in der Türkei verursacht wurden. Als Gast in der Sendung von Hakan Çelik bei CNN Türk gab Uraloğlu bekannt, dass das Thema in Gesprächen mit Google bereits erörtert wurde.
Minister Uraloğlu wies darauf hin, dass viele Medienhäuser aufgrund der Algorithmus-Änderung einen Rückgang der Zugriffe um bis zu 80 Prozent verzeichneten und erklärte: "Die Vertreter von Google Türkei teilten mit, dass diese Anpassung von der globalen Zentrale vorgenommen wurde und sie selbst darüber nicht informiert waren. Wir warten nun auf eine zweite Antwort. Sollten wir eine Ungerechtigkeit feststellen, werden wir gemeinsam mit der Wettbewerbsbehörde handeln."
BEHAUPTUNG ZUR ALGORITHMUS-ÄNDERUNG VON GOOGLE
Das Algorithmus-Update, das Google auf seinen Plattformen "News" und "Discover" durchgeführt hat, hat die Sichtbarkeit unabhängiger Medienunternehmen drastisch reduziert. Dies führte insbesondere bei Websites, die seriösen Journalismus betreiben, zu massiven Verlusten bei den Besucherzahlen.
''WIR WARTEN AUF DIE ANTWORT DER GLOBALEN GOOGLE-ZENTRALE''
Uraloğlu erklärte, man habe bei dem Gespräch mit den Vertretern von Google Türkei erfahren, dass die globale Zentrale hinter der Anpassung stehe, und äußerte sich wie folgt:
"In Zusammenarbeit mit der BTK und der Wettbewerbsbehörde werden wir je nach Antwort der globalen Google-Zentrale handeln. Wenn eine Ungerechtigkeit vorliegt, werden wir als Türkei intervenieren."
EINIGE NACHRICHTENSEITEN HATTEN VERKEHRSVERLUSTE ERLITTEN
Die Algorithmus-Änderung beeinträchtigte nicht nur die Reichweite unabhängiger Medienorgane, sondern auch deren Werbeeinnahmen erheblich. Während darauf hingewiesen wird, dass Google Türkei in dieser Angelegenheit keine Transparenz gewährleistet, wird betont, dass die erlittenen Verluste die Medienunternehmen in eine wirtschaftlich schwierige Lage gebracht haben.
Unabhängige Medienunternehmen betonen, dass diese Situation dem demokratischen Journalismus schade, und fordern von Google eine umgehende transparente Erklärung sowie eine Neuanpassung des Algorithmus.
Nachrichtenquelle: 12punto
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