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Weiteres Ermittlungsverfahren gegen İmamoğlu: Forderung nach politischem Verbot und Haftstrafe

Gegen den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wurde ein neues Verfahren eröffnet. Es wird eine Haftstrafe von bis zu 2 Jahren und 4 Monaten sowie ein politisches Betätigungsverbot gefordert.

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Weiteres Ermittlungsverfahren gegen İmamoğlu: Forderung nach politischem Verbot und Haftstrafe

Gegen den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wurde wegen des Vorwurfs der "Beleidigung" ein Verfahren mit einer geforderten Haftstrafe von bis zu 2 Jahren und 4 Monaten eröffnet.

In der von der Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy erstellten Anklageschrift wird dargelegt, dass der Kläger Serkan Şahin am 26. Oktober 2024 auf dem Gelände der SAHA EXPO Messe für Verteidigungs-, Luft- und Raumfahrtindustrie in Bakırköy zufällig auf den Beschuldigten Ekrem İmamoğlu traf.

In der Anklageschrift heißt es, dass der Kläger Şahin, während er sich in einer Entfernung von 3 bis 5 Metern zum Beschuldigten İmamoğlu befand, zu einer anderen Person sagte: "Er spaziert hier herum, während unser Soldat gefallen ist. Was passiert jetzt? Gestern hat er Zeydan in seinem Büro empfangen." Als der Beschuldigte İmamoğlu dies hörte, antwortete er dem Kläger: "Beruhige dich, wir reden zu gegebener Zeit miteinander. Mach du nur weiter mit deiner Politik, mein Lieber. Mach weiter mit deiner hässlichen Politik, du bist ziemlich hässlich." Daraufhin erstattete der Kläger Anzeige.

In der Anklageschrift wird die Aussage des Beschuldigten Ekrem İmamoğlu angeführt, der argumentierte, dass die geäußerten Worte nicht das Ausmaß hätten, die Ehre, Würde und das Ansehen des Klägers zu verletzen.

İmamoğlu behauptete, dass es sich dabei lediglich um unhöfliche und grobe Worte handele und dass sich die Äußerungen nicht gegen die Person des Klägers, sondern gegen dessen Handlungen gerichtet hätten.

In der Anklageschrift wird vermerkt, dass aufgrund der Tatsache, dass die Tat des Beschuldigten unter die Delikte fällt, die eine Schlichtung ermöglichen, ein Schlichter bestellt wurde. Aus dem Schlichtungsbericht vom 28. Juli 2025 gehe hervor, dass zwischen dem Kläger und dem Beschuldigten keine Einigung erzielt werden konnte.

In der Anklageschrift wird für den Beschuldigten Ekrem İmamoğlu, der wegen eines anderen Delikts inhaftiert ist, wegen des Vorwurfs der "Beleidigung" eine Haftstrafe von 3 Monaten und 15 Tagen bis zu 2 Jahren und 4 Monaten gefordert.

Zudem wurde gegen İmamoğlu gemäß Artikel 53 des türkischen Strafgesetzbuches (TCK) ein politisches Betätigungsverbot beantragt.

Die Anklageschrift, die zur Prüfung an das 33. Strafgericht erster Instanz in Bakırköy gesandt wurde, wurde angenommen.


Nachrichtenquelle: 12punto

CHP Präsident Präsidentschaftskandidat Ekrem İmamoğlu Beleidigung