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Eltern aufgepasst! 5 wichtige Tipps für das Stressmanagement vor der LGS-Prüfung

Während die Prüfung zum Übergang in weiterführende Schulen (LGS) näher rückt, beginnt für Schüler und Eltern eine stressige Zeit. In dieser Phase ist es ebenso wichtig, die Kinder emotional zu unterstützen, wie ihre akademischen Leistungen zu fördern.

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Eltern aufgepasst! 5 wichtige Tipps für das Stressmanagement vor der LGS-Prüfung

Die LGS-Prüfung am 15. Juni wird sowohl das akademische Wissen der Schüler als auch ihre Fähigkeit, mit Stress umzugehen, auf die Probe stellen. Der Fachpsychologe Oğuzhan Gürdoğan weist darauf hin, dass Prüfungsangst den Erfolg beeinträchtigt und das Selbstvertrauen der Kinder sowie die Unterstützung durch die Familie von entscheidender Bedeutung sind. Er gibt Eltern 5 wichtige Tipps, wie sie ihre Kinder in dieser Phase unterstützen können.

LERNEN SIE, IHREN STRESS ZU KONTROLLIEREN

Überzogene Erwartungen, eine kritische Haltung oder ein gestresstes Auftreten der Eltern führen dazu, dass bei Kindern negative Gedanken dominieren wie: „Wenn ich in der Prüfung schlecht abschneide, ist meine ganze Zukunft ruiniert“, „Wenn ich erfolgreich bin, bin ich perfekt, wenn nicht, bin ich völlig unfähig“ oder „Wenn ich eine Frage nicht beantworten kann, habe ich schon verloren und werde auch die anderen nicht schaffen“. Solche Gedanken erschweren es dem Kind, die Realität objektiv einzuschätzen, erhöhen den Stress und können dazu führen, dass es selbst Fragen nicht beantworten kann, deren Lösung es eigentlich kennt. Versuchen Sie daher, Ihren eigenen Stress zu kontrollieren, und scheuen Sie sich nicht, bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

SORGEN SIE DAFÜR, DASS SICH IHR KIND SICHER FÜHLT

Es ist äußerst wichtig, dass Ihr Kind weiß, dass seine Familie unter allen Umständen hinter ihm steht. Eine verständnisvolle und bedingungslose Akzeptanz sorgt dafür, dass sich das Kind sicher fühlt. In diesem Punkt ist empathisches Zuhören sehr wertvoll. Anstatt die Gefühle des Kindes abzutun, hilft es, zu versuchen, es zu verstehen und ihm die Botschaft zu vermitteln: „Egal was passiert, ich bin für dich da.“ Dies stärkt seine Fähigkeit, mit Stress umzugehen. 

UNTERSTÜTZEN SIE ES DABEI, MIT NEGATIVEN GEDANKEN UMZUGEHEN

Der Fachpsychologe Oğuzhan Gürdoğan sagt: „Eine der effektivsten Interventionen gegen Prüfungsangst besteht darin, das Kind dabei zu unterstützen, seine negativen Gedanken zu erkennen und zu hinterfragen. Durch Fragen wie ‚Spiegelt dieser Gedanke die Realität wider? Welche anderen Beweise gibt es? Wie sähe eine ausgewogenere und realistischere Sichtweise aus?‘ kann das Kind lernen, seine Gedanken neu zu bewerten. Zum Beispiel hilft es, eine realistischere und flexiblere Sichtweise zu vermitteln, wie etwa: ‚Das Prüfungsergebnis ist wichtig, aber es bestimmt nicht allein meinen gesamten Wert‘, um die Intensität der Angst zu verringern.“ 

VERBRINGEN SIE GEMEINSAM QUALITÄTSZEIT 

Qualitätszeit mit Ihrem Kind zu verbringen, ohne dabei über die Prüfung zu sprechen, wird es geistig und emotional entlasten. Umgebungen zu schaffen, die durch körperliche Aktivitäten unterstützt werden, lenkt das Kind nicht vom Ziel ab, wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Im Gegenteil: Solche gesunden Pausen sorgen dafür, dass es gestärkt und motivierter in den Prüfungsprozess zurückkehrt. In dieser Phase können tiefe Atemübungen, Muskelentspannungstechniken oder kurze Spaziergänge vor der Prüfung sowohl den Geist als auch den Körper beruhigen. Zudem helfen Rituale, um sich schrittweise an die Prüfungssituation zu gewöhnen, wie etwa das Lösen von Probeklausuren, dabei, die Angst unter Kontrolle zu halten.

WÜRDIGEN SIE DIE ANSTRENGUNGEN 

„Dass sich ein Kind sicher fühlt, fördert die Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit. Wenn Familien nicht nur den Erfolg des Kindes, sondern auch die gezeigten Anstrengungen und den Einsatz während des Prozesses würdigen, baut dies langfristig eine stärkere psychische Widerstandsfähigkeit auf. Dieser Ansatz verbessert die Fähigkeiten des Kindes, mit Stress umzugehen – nicht nur für die Prüfung, sondern für das ganze Leben. Prüfungen sind vorübergehende Erfahrungen; die Gedanken, die das Kind in diesem Prozess über sich selbst und seine Umwelt entwickelt, bleiben jedoch ein Leben lang bestehen. Wenn das Kind seine Gedanken und Überzeugungen in einem flexibleren, realistischeren und positiveren Rahmen formt, gepaart mit der bedingungslosen Unterstützung seiner Familie, erzielt es einen Gewinn, der weit über die Prüfung hinausgeht.“ 



Nachrichtenquelle: 12punto

LGS