Warum werden Kandidaten, die die Prüfung um Sekunden verpassen, nicht zugelassen? ÖSYM nennt 6 Gründe
Nach den Universitätsprüfungen ist die 15-Minuten-Regel erneut Gegenstand von Diskussionen. Das ÖSYM begründet in sechs Punkten, warum eine Änderung nicht möglich ist.
Dass Kandidaten, die nur Sekunden nach Schließung der Türen bei der Hochschulprüfung (YKS) eintreffen, nicht zur Prüfung zugelassen werden, hat wie jedes Jahr auch diesmal zu intensiven öffentlichen Debatten über die „15-Minuten-Regel“ geführt. Die Praxis, den Einlass in die Prüfungsgebäude 15 Minuten vor Beginn zu beenden, wird weiterhin aufgrund der dadurch entstehenden Härtefälle kritisiert.
In der Vergangenheit hatte die Bürgerbeauftragten-Institution (KDK) vorgeschlagen, die Regel zu lockern und verspäteten Kandidaten die Teilnahme in Ersatz- oder Alternativräumen zu ermöglichen. Das Zentrum für Messung, Auswahl und Platzierung (ÖSYM) steht diesem Vorschlag jedoch ablehnend gegenüber und argumentiert, dass eine Änderung der Praxis aus Sicherheits- und Gerechtigkeitsgründen bedenklich sei.
ÖSYM LISTET SEINE BEGRÜNDUNGEN AUF
Laut einem Bericht der Türkiye Gazetesi hat das ÖSYM seine Gründe für die Schließung der Prüfungsgebäude 15 Minuten vor Prüfungsbeginn in sechs Punkten zusammengefasst. Demnach wurde betont, dass keine Lockerungen vorgenommen werden können, die die Prüfungssicherheit, die Vertraulichkeit der Prüfungsfragen und die Durchführung der Prüfung unter fairen Bedingungen gefährden würden.
Im Rahmen dieser Regel endet der Einlass in die Prüfungsgebäude exakt 15 Minuten vor Prüfungsbeginn; Kandidaten, die nach diesem Zeitpunkt aus irgendeinem Grund eintreffen, werden nicht mehr in das Gebäude gelassen. Die Behörden erklären, dass diese Praxis ausnahmslos und landesweit einheitlich umgesetzt wird.
BETONUNG VON SICHERHEIT UND GLEICHHEIT
Einer der wichtigsten Punkte, auf die das ÖSYM Wert legt, ist die Kontrolle der Personen innerhalb und außerhalb des Gebäudes während der Prüfung. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Flexibilität für verspätete Kandidaten eine Bedrohung für die Integrität der Prüfung und die Chancengleichheit zwischen den Kandidaten darstellen könnte. Zudem wird eingeschätzt, dass eine zeitliche Flexibilität in großen Prüfungszentren mit hohem Kandidatenaufkommen zu erheblichen praktischen Störungen führen würde.
Ein weiterer Grund ist die Notwendigkeit, dass die letzten Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen, die ab dem Moment der Schließung der Prüfungssäle durchgeführt werden, nicht beeinträchtigt werden dürfen. Die Behörden geben an, dass sie damit mögliche Täuschungsversuche, Informationslecks oder Sicherheitslücken verhindern wollen.
DISKUSSIONEN DAUERN AN
In der Öffentlichkeit wird weiterhin diskutiert, dass die Härtefälle von Kandidaten, die an Prüfungstagen aufgrund von Verkehr, Störungen im öffentlichen Nahverkehr oder persönlichen Gründen an der 15-Minuten-Regel scheitern, jedes Jahr aufs Neue sichtbar werden. Dennoch wird betont, dass die Regel nicht geändert wird und das ÖSYM an der Umsetzung festhält, um die Sicherheit und den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung zu gewährleisten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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