Bittere Bilanz: Mindestens 1897 Arbeiter verloren 2024 ihr Leben
Nach den vom Rat für Arbeitnehmergesundheit und Arbeitssicherheit (İSİG) zusammengestellten Daten kamen 2024 mindestens 1897 Arbeiter bei Arbeitsunfällen ums Leben. Es wurde festgestellt, dass nur 1,89 Prozent der verstorbenen Arbeiter gewerkschaftlich organisiert waren.
Der Rat für Arbeitersicherheit und Gesundheitsschutz (İSİG) hat die Daten zu Arbeitsunfällen mit Todesfolge für das Jahr 2024 veröffentlicht. Demnach kamen bei den im Jahr 2024 aufgetretenen Arbeitsunfällen mindestens 1897 Arbeiter ums Leben. Es wurde angegeben, dass täglich mindestens 5 Arbeiter ihr Leben verloren.
Den Daten zufolge waren unter den verstorbenen Arbeitern 106 Frauen, 1791 Männer und 94 Flüchtlinge.
In den Daten wurde angegeben, dass nur 1,89 Prozent der verstorbenen Arbeiter gewerkschaftlich organisiert waren. 1861 Arbeiter, was 98,11 Prozent entspricht, waren demnach nicht gewerkschaftlich organisiert.
DATEN AUS DEN ERDBEBENGEBIETEN FALLEN AUF
In einer diesbezüglichen Erklärung des İSİG wurde darauf hingewiesen, dass sich die Bautätigkeiten in den 11 vom Erdbeben betroffenen Provinzen nach den Erdbeben vom 6. Februar im vergangenen Jahr beschleunigt haben, und Folgendes festgehalten:
„Im Erdbebengebiet kamen mindestens 106 Bauarbeiter ums Leben. Diese Arbeitsunfälle konzentrieren sich auf bestimmte Orte. Zum Beispiel kamen beim Bau der TOKİ-Erdbebenunterkünfte im Dorf İndere (Zey) im Zentrum von Adıyaman mindestens 9 Arbeiter ums Leben. Andererseits kommt es auf den Baustellen im Erdbebengebiet zu vielen schweren Verletzungen, und Arbeiter werden behindert und arbeitsunfähig. Dutzende Arbeiter bleiben im selben Container und haben Probleme mit Verpflegung, Küche, Toilette und Hygiene. In den Containerunterkünften ohne Strom gibt es auch keine Möglichkeit zum Duschen oder Heizen.“
VERTEILUNG DER TODESFÄLLE NACH SEKTOREN
Laut İSİG-Daten verteilen sich die Todesfälle bei Arbeitsunfällen im vergangenen Jahr nach Sektoren wie folgt: „656 Arbeiter im Industriesektor, 484 Arbeiter im Bausektor, 431 Arbeiter im Dienstleistungssektor, 326 Arbeiter im Agrarsektor“.
Die Verteilung der Arbeitertodesfälle nach Ursachen ist wie folgt:
387 Arbeiter durch Verkehrsunfälle oder Unfälle bei der Beförderung;
334 Arbeiter durch Quetschungen oder Einstürze;
321 Arbeiter durch Absturz aus der Höhe;
238 Arbeiter durch Herzinfarkt oder Hirnblutung;
103 Arbeiter durch Vergiftung oder Ersticken;
99 Arbeiter durch Stromschlag;
90 Arbeiter durch Gewalt;
78 Arbeiter durch Suizid;
74 Arbeiter durch Explosion oder Verbrennung;
40 Arbeiter durch Aufprall oder herabfallende Gegenstände;
12 Arbeiter durch Schnittverletzungen oder Amputationen;
121 Arbeiter durch sonstige Ursachen
Die Verteilung nach Altersgruppen ist wie folgt:
22 Kinderarbeiter im Alter von 14 Jahren und jünger,
49 Kinder/Jugendliche im Alter von 15-17 Jahren,
395 Arbeiter im Alter von 18-29 Jahren,
793 Arbeiter im Alter von 30-49 Jahren,
462 Arbeiter im Alter von 50-64 Jahren,
96 Arbeiter im Alter von 65 Jahren und älter,
80 Arbeiter mit unbekanntem Alter
Nachrichtenquelle : 12punto
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