Ein letzter Blick auf das Doğan-Apartment: Bäume werden gefällt, historisches Gebäude und Brunnen nicht mehr zugänglich
Auf einem Grundstück vor dem historischen Doğan-Apartment im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu wird ein Architekturbüro errichtet. Wie bekannt wurde, sollen für den Bau des Büros, das vom Architekturbüro Autoban genutzt werden soll, die auf dem Gelände befindlichen Bäume gefällt werden. Zudem wird nach Abschluss der Bauarbeiten die Sicht auf das historische Doğan-Apartment sowie der Zugang zum dortigen historischen Brunnen versperrt sein. Anwohner und Gewerbetreibende in der Umgebung reagieren mit Empörung auf die Situation.
Hazal Güven - 12punto.com.tr
Es wurde beschlossen, auf dem unbebauten Grundstück direkt neben dem Doğan-Apartment, einem der historischen Gebäude im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu, ein Architekturbüro zu errichten. Die Arbeiten auf dem Gelände, auf dem das Büro der Firma Autoban Mimarlık entstehen soll, haben bereits begonnen.
Wenn das Projekt, dessen Genehmigung seit vier Jahren angestrebt wurde, abgeschlossen ist, werden das 1894 erbaute Doğan-Apartment sowie der historische Brunnen am Gebäude vollständig verdeckt sein.
BÄUME WERDEN GEFÄLLT
Auch die auf dem betreffenden Grundstück stehenden Bäume werden gefällt. Anwohner sind besorgt darüber, wie genau das Projekt umgesetzt wird.
DIE JUSTIZ HATTE BEREITS EINHALT GEBOTEN
Das 1894 erbaute Apartment in der Serdar-ı Ekrem Straße gilt als eines der herausragendsten Beispiele italienischer Architektur.
Das historische Doğan-Apartment diente als Drehort für Filme wie „Muhsin Bey“ und „Eşkıya“, in denen Şener Şen die Hauptrolle spielte. Im Jahr 2017 hatte die Justiz die Bauarbeiten auf dem Grundstück (Block 145, Parzelle 58) neben dem Apartment gestoppt. Das Projekt hatte die Zustimmung des Denkmalschutzgremiums erhalten, und die damals von der AKP geführte Stadtverwaltung von Beyoğlu hatte im Rahmen dieser Genehmigung die Baugenehmigung erteilt.
Die Anwohner, die sich gegen die Entscheidungen des Ministeriums für Kultur und Tourismus sowie der Stadtverwaltung von Beyoğlu stellten, hatten beim Verwaltungsgericht Istanbul die Aufhebung der Verwaltungsakte beantragt. Sie argumentierten, dass das geplante Projekt neben dem als „schützenswertes ziviles Architekturdenkmal“ registrierten Doğan-Apartment irreparable Schäden am Gebäude verursachen könne und „eindeutig rechtswidrig“ sei.
Sowohl die Anwohner als auch die Gewerbetreibenden reagieren empört auf den Wiederbeginn der Bauarbeiten.
Nachrichtenquelle : Hazal Güven
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