12 Wege, sich durch einen gesunden Lebensstil vor Krebs zu schützen
Krebs, der weltweit die zweithäufigste Erkrankung und die häufigste Todesursache darstellt, bleibt sowohl global als auch in unserem Land ein ernstes Gesundheitsproblem. Jedes Jahr werden weltweit etwa 18 Millionen neue Krebsfälle diagnostiziert, und rund 9,6 Millionen Menschen verlieren jährlich ihr Leben durch diese Krankheit. Ist es möglich, das Krebsrisiko durch einen gesunden Lebensstil zu senken? Hier sind die Details...
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prognostiziert für das Jahr 2030 weltweit 27 Millionen neue Krebsfälle und 17 Millionen krebsbedingte Todesfälle. Zudem wird erwartet, dass die Zahl der Menschen, die mit einer Krebserkrankung leben, bis 2030 auf 75 Millionen ansteigen wird. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass Krebs, der früher vor allem ab 60 Jahren auftrat, in den letzten Jahren – insbesondere in Industrieländern – bereits ab dem 40. Lebensjahr häufiger diagnostiziert wird.
Prof. Dr. Ali Arıcan, Facharzt für Medizinische Onkologie am Acıbadem Üniversitesi Atakent Hastanesi, weist darauf hin, dass Krebs zwar die häufigste Todesursache ist, eine gesunde Lebensweise und regelmäßige Gesundheitsvorsorge das Krebsrisiko jedoch zwar nicht vollständig eliminieren, aber erheblich senken können. Er betont: „Der Verzicht auf das Rauchen, die Begrenzung des Alkoholkonsums, regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und die Wahrnehmung von Vorsorgeuntersuchungen sind die wichtigsten Maßnahmen, die wir ergreifen müssen.“
Hier sind die 12 Regeln, die Sie beachten sollten, um sich vor Krebs zu schützen:
HÖREN SIE MIT DEM RAUCHEN AUF
Rauchen ist ein wesentlicher Faktor, der die Entstehung von mindestens 16 verschiedenen Krebsarten begünstigen kann, allen voran Lungenkrebs. Wissenschaftliche Studien zeigen beispielsweise, dass 90 Prozent der Lungenkrebsfälle auf das Rauchen und Tabakprodukte zurückzuführen sind. Obwohl in unserem Land in den letzten Jahren dank gesetzlicher Regelungen zum Nichtraucherschutz eine leichte Verbesserung der Lungenkrebsraten zu verzeichnen ist, bleiben die durch das Rauchen verursachten Schäden ein großes Problem. Der Grund dafür ist, dass die schädlichen Chemikalien im Zigarettenrauch die Körperzellen schädigen und Veränderungen in der DNA hervorrufen, was den Boden für die Krebsentstehung bereitet. Daher ist der vollständige Verzicht auf Tabakprodukte die effektivste Schutzmaßnahme gegen Krebs.
VERZEHREN SIE TÄGLICH MINDESTENS 5 PORTIONEN OBST UND GEMÜSE
Eine Ernährung, die täglich mindestens 5 Portionen Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukte und gesunde Fette enthält, kann das Krebsrisiko senken. Auch die Begrenzung von verarbeitetem Fleisch und übermäßigem Verzehr von rotem Fleisch ist wichtig. Begrenzen Sie beispielsweise den Konsum von rotem Fleisch auf maximal 500 Gramm pro Woche und bevorzugen Sie stattdessen weißes Fleisch wie Fisch oder Geflügel. Lebensmittel, die reich an Antioxidantien und Ballaststoffen sind, können ebenfalls dazu beitragen, das Krebsrisiko zu verringern.
BEWEGEN SIE SICH MINDESTENS 150 MINUTEN PRO WOCHE
Mindestens 150 Minuten Bewegung mit moderater Intensität pro Woche, wie zum Beispiel zügiges Gehen, kann das Krebsrisiko senken. Regelmäßige körperliche Aktivität beugt Fettleibigkeit vor, reguliert den Hormonhaushalt und stärkt gleichzeitig das Immunsystem.
HALTEN SIE IHR IDEALGEWICHT
Fettleibigkeit (Adipositas), ein bedeutendes Problem unserer Zeit, stellt einen wichtigen Risikofaktor für bestimmte Krebsarten wie Brust-, Dickdarm- und Gebärmutterkrebs dar. Adipositas kann den Spiegel bestimmter Hormone wie Insulin und Östrogen im Körper erhöhen und Entzündungen fördern, was das Krebsrisiko steigert. Daher kann ein gesundes Körpergewicht dazu beitragen, das Krebsrisiko zu senken.
BEGRENZEN SIE DEN ALKOHOLKONSUM
Alkohol ist ein Faktor, der das Risiko für die Entstehung bestimmter Krebsarten, wie etwa Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, erhöhen kann. Dies liegt daran, dass Alkohol genetische Schäden in den Zellen verursachen und das Immunsystem des Körpers schwächen kann. Daher kann eine Einschränkung des Alkoholkonsums dazu beitragen, das Risiko zu verringern.
NEHMEN SIE AN VORSORGEUNTERSUCHUNGEN TEIL
Eine der wichtigsten Regeln zur Krebsprävention ist die Durchführung regelmäßiger Kontrollen und Vorsorgeuntersuchungen. Für die Früherkennung von Krebs und die Identifizierung von Läsionen, die zu Krebs führen können, sind regelmäßige Gesundheitschecks sowie Mammographien bei Brustkrebs und Screenings bei Darm- und Gebärmutterhalskrebs von großer Bedeutung.
VERMEIDEN SIE UMWELTGIFTE
Umweltgifte sind schädliche Substanzen, die zur Krebsentstehung beitragen können. Diese Toxine können sowohl aus natürlichen Quellen als auch aus menschengemachten Produkten stammen und finden sich häufig in der Luft, im Wasser, in Lebensmitteln oder auf verschiedenen Oberflächen in unserer Umgebung. Die Exposition gegenüber Umweltgiften kann zu DNA-Schäden und Entzündungen führen und somit das Krebsrisiko erhöhen. Es ist sehr wichtig, Faktoren wie Asbest, Blei, Quecksilber, Arsen, Pestizide und Luftverschmutzung zu vermeiden und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
LASSEN SIE SICH IMPFEN
Einige Krebsarten entstehen als Folge von Infektionen, die durch Viren verursacht werden. Daher ist die Vorbeugung solcher Infektionen lebenswichtig, um diese Krebsarten zu verhindern. Impfungen können das Krebsrisiko senken, indem sie die durch diese Viren verursachten Infektionen verhindern. So ist es beispielsweise möglich, sich mit der HPV-Impfung (Humanes Papillomvirus) vor Gebärmutterhalskrebs und bestimmten Mundhöhlenkarzinomen sowie mit der Hepatitis-B-Impfung vor Leberkrebs zu schützen.
SCHÜTZEN SIE SICH VOR SONNENSTRAHLUNG
Übermäßige Exposition gegenüber schädlichen Sonnenstrahlen erhöht das Risiko für Hautkrebs. Die ultravioletten Strahlen der Sonne können die Hautzellen schädigen und zur Krebsentstehung führen. Die Verwendung von Sonnenschutzmitteln vor dem Aufenthalt in der Sonne, das Tragen eines Hutes und die Vermeidung von zu langem Aufenthalt in der prallen Sonne sind für den Schutz vor Hautkrebs von großer Bedeutung.
VERMEIDEN SIE VERARBEITETE, SALZIGE UND ZU STARK GEGARTE LEBENSMITTEL
Um sich vor Krebs zu schützen, ist es sehr wichtig, verarbeitetes Fleisch, salzige und zu stark gegarte Lebensmittel sowie sehr heiße Getränke zu meiden. Denn verarbeitetes Fleisch enthält Nitrate und Nitrite, stark gesalzene Lebensmittel und zu stark gegarte Speisen – insbesondere angebranntes Fleisch – können krebserregende Stoffe wie Acrylamid und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe freisetzen. Heiße Getränke können zudem Entzündungen verursachen, was insbesondere das Risiko für Magen- und Speiseröhrenkrebs erhöhen kann.
HINTERFRAGEN SIE GENETISCHE FAKTOREN UND IHRE FAMILIENGESCHICHTE
Wenn in Ihrer Familie eine Krebsvorgeschichte bekannt ist, ist es wichtig, sich bei Ihrem Arzt darüber zu informieren, wie häufig Sie genetische Tests und Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen sollten.
VERMEIDEN SIE ÜBERMÄSSIGEN STRESS
Obwohl es ein umstrittenes Thema ist, kann chronischer Stress das Immunsystem schwächen und zu Veränderungen im Lebensstil führen, wie etwa vermehrtem Rauchen oder Alkoholkonsum, was in der Folge das Krebsrisiko erhöhen kann. Stressbewältigungstechniken, Meditation und Entspannungsmethoden können dazu beitragen, das Krebsrisiko zu senken.
Nachrichtenquelle : 12punto
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